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Landkreis Harburg
Mit kleinen Mücken steigt Risiko der Blauzungenkrankheit

Das Impfen von Rindern, Schafen und Ziegen ist sinnvoll als Schutz vor der Blauzungenkrankheit | Foto: S. Leitenberger / Adobe Stock
  • Das Impfen von Rindern, Schafen und Ziegen ist sinnvoll als Schutz vor der Blauzungenkrankheit
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Mit dem Frühling und den warmen Tagen nimmt die Zahl der aktiven Gnitzen (kleine Mücken) wieder zu – und damit steigt das Risiko der Blauzungenkrankheit. Das Veterinäramt des Landkreises Harburg rät Tierhalterinnen und Tierhaltern daher, ihre für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Tiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Neuweltkameliden impfen zu lassen, um für den rechtzeitigen Aufbau einer wirksamen Immunität zu sorgen.

„Eine Impfung gegen die Blauzungenkrankheit bietet den einzigen wirksamen Schutz vor schweren Symptomen und somit vor Tierleid, Tierverlusten und wirtschaftlichen Einbußen“, sagt Thorsten Völker, Leiter des Kreisveterinäramtes. „Gleichzeitig wird durch Impfungen mit einem effektiven Impfstoff eine Weiterverbreitung der Seuche eingedämmt.“

Anzeigepflichtige
Tierseuche

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um anzeigenpflichtige Tierseuche. Sie stellt eine Viruserkrankung dar, für die Wiederkäuer anfällig sind. Für Menschen ist die Blauzungenkrankheit völlig ungefährlich.

Nachdem im September 2023 erstmals Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit des Serotyps 3 bei Schafen in den Niederlanden festgestellt wurden, erfolgte eine sehr schnelle Ausbreitung über das ganze Land, insbesondere in Richtung Osten. In den Niederlanden verendeten damals über 50.000 Schafe und Ziegen.
Im August 2024 war jeweils ein Tier aus Rinderhaltungen in den Samtgemeinden Tostedt und Elbmarsch bei Routineuntersuchungen positiv auf das Blauzungenvirus getestet worden.

Die Blauzungenkrankheit wird von Mücken (Gnitzen) übertragen. Deshalb tritt sie in vielen Gebieten der Welt saisonal auf. Die typischen klinischen Symptome sind nur beim Schaf anzutreffen, wogegen andere befallene Wiederkäuer meist ohne erkennbare Symptome infiziert sind.

Klinische Symptome sind:

  • massive Ödeme und Blutungen mit Fieber und Entzündungen bis hin zur Ulzera der Schleimhäute.
  • Typisch und namengebend für die Krankheit ist die übermäßige Durchblutung und Schwellung der Zunge, die dicke blaue Zunge.
  • Weiterhin kommt es häufig zu Trächtigkeitsstörungen mit Aborten und Missbildungen.

Aktuell gibt es im Landkreis Harburg 70 Betriebe mit Rinderhaltung, in denen 14.861 Tiere (in 18 Prozent der Betriebe) geimpft wurden. Keine Impfdaten gibt es hingegen von den 48 Schafhaltern (mit 3.385 Tieren), den 20 Ziegenhaltungsbetrieben mit 172 Tieren oder den Haltern von Alpakas.

Für die Impfungen von Rindern, Schafen und Ziegen gibt es Zuschüsse von der Tierseuchenkasse.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Landkreises unter www.landkreis-harburg.de/blauzungenkrankheit und des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) www.tierseucheninfo.niedersachsen.de.

Redakteur:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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