Gewerbegebiet Fachenfelde-Süd in Stelle vor dem Aus?

Der rot umrandete Bereich umfasst das geplante Gewerbegebiet Fachenfelde-Süd. Es erstreckt sich in nördlicher Richtung hoch bis zum Bardenweg | Foto: (c) Luftbildservice Schmehrsahl
  • Der rot umrandete Bereich umfasst das geplante Gewerbegebiet Fachenfelde-Süd. Es erstreckt sich in nördlicher Richtung hoch bis zum Bardenweg
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thl. Stelle. Anfang 2014 war das neue Gewerbegebiet Fachenfelde-Süd, weil die Firma Aldi auf dem gut 20 Hektar großem Aral sein Zentrallager ansiedeln wollte. Im Oktober wurde das Gebiet, obwohl es bisher nur auf dem Papier existiert, aufgrund der Planung bereits von der "Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen" (DGNB) mit dem Vorzertifikat in Gold für nachhaltige Quartiersentwicklung ausgezeichnet.
Doch nun der Schock für die Gemeinde Stelle: Das Projekt droht zu platzen. Grund: Auf der Fläche haben mehrere Eigentümer Grundbesitz. Und diese sind nicht bereit zu verkaufen. Diese Information aus vertraulicher Quelle bestätigt Jörg Ruschmeyer, Leiter der Stabsstelle für Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung in der Steller Verwaltung, dem WOCHENBLATT auf Nachfrage zumindest teilweise. Richtig sei, dass einige Verkaufsverhandlungen ins Stocken geraten seien. Grund sei die Tatsache, dass einige Eigentümer plötzlich "Mondpreise" für ihre Flächen aufrufen würden. "Ich sehe uns aber auf einem guten Weg zum vernünftigen Preis", sagt Ruschmeyer. "Denn eine grundsätzliche Verkaufsbereitschaft besteht bei allen Eigentümern." Er gehe davon aus, dass die Verhandlungen in zwei Monaten abgeschlossen seien und dann mit der Bauleitplanung begonnen werden könne, damit der Bebauungsplan noch in diesem Jahr Rechtskraft erlange.
Ob sich Ruschmeyers Prognose erfüllt oder nur Wunschdenken bliebt, ist derzeit noch offen. Denn mit einer "grundsätzlichen Verkaufsbereitschaft" hat die Gemeinde bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Und zwar beim Bebauungsplan Grasweg-West. Auch dort wollte der Eigentümer einer zentralen Fläche mehr Geld haben, als die Gemeinde bereit war zu zahlen. Das Ende vom Lied: Die Verwaltung hatte die Wahl zwischen Pest und Cholera - entweder den B-Plan einstampfen oder reduzieren. Schließlich entschied man sich für das kleinere Übel, sparte das Grundstück aus und bietet jetzt 30 Grundstücke im reduzierten Bebauungsplan an.

Leserreporter:

Thomas Lipinski aus Winsen

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