Winsener Gewerbegebiet im Wandel

Die Gebäude der Firma Promens wurden abgerissen. Was jetzt auf dem Areal passiert, ist noch offen
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In den 1950er Jahren wurde das Gewerbegebiet Torfmoor als erstes Gewerbegebiet der Stadt erschlossen. Erweitert wurde es im Jahr 1992 mit der Eröffnung des Ladenzentrums Osttangente.
Jetzt könnte das Gebiet vor einer Wandlung stehen. Die Firma Sallier Immobilien aus Lüneburg hat das Grundstück der Firma Promens Packaging gekauft und große Teile der Gebäude bereits abgerissen. Gerüchten zu Folge mit gutem Grund: Denn seit Langem will die Firma Aldi die Filiale im Ladenzentrum Osttangente vergrößern, hat dort jedoch keinen Platz. Deswegen hat Aldi, so heißt es zumindest, das Promens-Grundstück ins Auge gefasst. Investor Jürgen Sallier sagt dazu: "Es haben keine Gespräche mit Aldi stattgefunden." Man wolle sehen, wie man das Grundstück entwickeln kann. Konkrete Pläne gebe es noch nicht. Hinzu kommt: Der für das Areal gültige Bebauungsplan schließt derzeit eine Einzelhandelsnutzung aus, doch Pläne können bekanntlich geändert werden. Ob das dann politisch gewollt ist, bleibt abzuwarten. Denn sollte Aldi umziehen, könnte sich in der jetzigen Aldi-Filiale ein weiterer Einzelhändler ansiedeln.
Weiter ist die Firma Puhst mit der Entwicklung ihres Grundstücks. Das Hamburger Unternehmen hat das zuletzt vom einem Fliesenhandel genutzte ehemalige Luhewerk gekauft und daraus den Gewerbehof Torfmoor gemacht. Das bestätigt Geschäftsführer Jan-Niko Lafrentz dem WOCHENBLATT auf Nachfrage. "Das Grundstück wird revitalisiert und zu einem Gewerbehof für kleinere und mittelgroße Unternehmen aus Handwerk, produzierendem Gewerbe, aber auch aus der Dienstleistungs- und Kreativbranche entwickelt. Dabei entstehen Büros, Lagerräume, Lagerhallen, Werkstätten und Freiflächen, die an die Bedürfnisse unserer Mieter angepasst werden können", erklärt Lafrentz.
Eigentlich wollte die Stadt ein Stück des Grundstückes selbst kaufen, um eine Anbindung des Gewerbegebietes an die Osttangente zu schaffen. Doch dieser Plan liegt im Rathaus erst einmal auf Eis. "So lange wir keinen gültigen Bebauungsplan mit dem Straßenstück haben, können wir nichts machen", erklärt Stadtplaner Alfred Schudy. Dennoch gebe es Gespräche mit dem neuen Eigentümer.
Gespräche würden sich übrigens auch viele Anwohner wünschen. Ihre Idee: Das bisherige Mischgebiet zu einem Wohngebiet zu entwickeln. Grund: Das Gewerbegebiet sei nicht mehr zeitgemäß. "Es gibt einen Einzelhandel vor Ort und der Bahnhof ist fußläufig zu erreichen. Das ist doch ideal", sagt ein Anwohner, der namentlich nicht genannnt werden möchte. "Hier wäre auch Platz für zweigeschossige Bauten mit Staffelgeschoss." Die Stadt setze woll auf ihr Konzept "Winsen 2030" und vergesse dabei völlig, dass es neben der Innenstadt noch andere Bereiche gebe, die sich für so ein Projekt eignen.

Die Gebäude der Firma Promens wurden abgerissen. Was jetzt auf dem Areal passiert, ist noch offen
In den Räumen des ehemaligen Luhewerkes wird ein Gewerbehof realisiert
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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