Auf dem Weg zum Fußball-Profi

Wieder einmal hat Yannick dem Gegner den Ball weggeschnappt
2Bilder
  • Wieder einmal hat Yannick dem Gegner den Ball weggeschnappt
  • Foto: Wolfgang Genat
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Stelle. Seine Vorbilder sind der spanische Welttorhüter Iker Casillas und Bayern-Keeper Manuel Neuer - und natürlich hat Yannick Kochlin den Traum eines jeden Jungen: Fußballprofi werden.
Dafür bringt der 16-Jährige aus Stelle die besten Voraussetzungen mit. Derzeit steht er für den Niendorfer TSV in der B-Jugend-Bundesliga zwischen den Pfosten und spielt gegen namhafte Gegner wie RB Leipzig, Hertha BSC Berlin oder VFL Wolfsburg. Und auch wenn es in der Liga derzeit nicht so rund läuft, hofft Yannick, den Sprung zu einen größeren Verein zu schaffen.
"Yannick konnte gerade laufen, da hatte er auch schon einen Ball am Fuß", erzählt sein Vater Christian Kochlin. 2006 spielte Yannick dann das erste Mal im Verein, beim TSV Stelle. "Im ersten Jahr habe ich auf allen Positionen gespielt", erinnert sich der Schüler. Bei einem Hallenturnier habe er einmal das Tor hüten müssen. Das habe ihm so gut gefallen, dass anschließend feststand: "Ich werde Torwart."
Als Yannick bei den E-Junioren spielte, standen die Sichtungen für die Kreiswahl und den DFB-Stützpunkt an. Doch bei beiden wurde der Steller Jung nicht genommen. "Offenbar war ich denen nicht gut genug", sagt Yannick. Ein Schicksal, das er u.a. mit dem französischen Nationalspieler Antoine Griezmann teilt, der nie in einer Förderauswahl angenommen wurde und heute ein Weltstar ist.
"Ich wollte unbedingt eine zweite Meinung einholen, denn eigentlich habe ich meinen Sohn immer als starken Torwart gesehen", sagt Vater Christian. Also spielte Yannick bei der Hamburger Auswahl vor und hinterließ einen starken Eindruck. Das Problem: Yannick wäre dort nur Keeper Nummer vier gewesen. Trotzdem begann für ihn jetzt der Aufstieg, denn der Trainer vom FC Türkiye wurde auf ihn aufmerksam und holte Yannick in sein Team. In Hamburg gilt der Verein als Talentschmiede.
"Zwei Jahre habe ich in Wilhelmsburg gespielt, dann hat sich die Mannschaft aufgelöst, weil mehrere Spieler in Fußballinternate wechselten", erzählt Yannick. Er selbst wurde zum Niendorfer TSV vermittelt, wo er gleich ein Jahrgang höher eingesetzt wurde. "Wir sind von der Verbands- in die Regionalliga aufgestiegen und haben dort vergangene Saison den dritten Platz erreicht", so der Steller weiter. Durch einen Sieg und ein Unentschieden gegen den Chemnitzer FC in der Relegation schaffte das Team den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.
Um seinen Traum vom Fußballprofi zu verwirklichen, verzichtet Yannick auf vieles. Vorbereitung auf das Abitur, das er 2018 ablegen will, viermal die Woche Training und ein Spiel, da bleibt nicht mehr viel Freizeit. "In bin abends eigentlich nie vor 21 Uhr zu Hause. Und wenn wir am Wochenende ein Auswärtsspiel haben, wird dort auch übernachtet", sagt Yannick. "Aber für meinen Traum nehme ich das gerne in Kauf." Auch für den Wechsel in ein Fußballinternat eines größeren Vereins sei er bereit. Klappt das nicht, will Yannick sich im kommenden Jahr noch stärker auf die Schule konzentrieren und sich dann bei der Polizei bewerben, in der Hoffnung, wie Ex-St. Pauli Fabian Boll in die dortige Sportgruppe zu kommen und von dort aus den Sprung in den Profi-Fußball zu schaffen.

Aus dem Landkreis Harburg schaffen Talente immer wieder den Sprung in höhere Ligen und zu namhaften Vereinen. Ein paar aktuelle Beispiele:
Tim Burgemeister (TV Welle/TV Meckelfeld) spielt in der A-Jugend-Bundesliga für den FC St. Pauli.
Anton Stach (Buchholzer FC) spielt in der gleichen Liga für den VFL Osnabrück.
Henrike Juraschek (MTV Ramelsloh) ist im Sommer gerade zum VFL Wolfsburg gewechselt, spielt dort in der Frauen- U17.

Wieder einmal hat Yannick dem Gegner den Ball weggeschnappt
Yannick Kochlin
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

Service

Zahl der akut Infizierten fällt unter 100er-Marke
Corona im Landkreis Stade: Zehn Fälle pro Tag bedeuten eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Stade pendelt sich auf relativ niedrigem Niveau ein: Einige Tage lag der Inzidenzwert, bezogen auf die neuen Fälle innerhalb der vergangen sieben Tage (umgerechnet auf 100.000 Einwohner), über dem "Richtwert" von 35, jetzt ist er wieder unter diese Marke gefallen. Aktuell beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 24,9 (Stand 24.2.). Allerdings sind diese Schwankungen beim Inzidenzwert nicht ungewöhnlich. Bereits 20 zusätzliche Fälle in der Woche...

Panorama

Landkreis Harburg: Corona-Zahlen für den 26. Februar
211 aktive Fälle - so viel, wie seit einem Monat nicht mehr

lm. Landkreis Harburg. 211 aktive Fälle im Landkreis Harburg - so viele Corona-Fälle wie am heutigen Freitag, 26. Februar, wurden zuletzt vor gut einem Monat registriert. Am 28. Januar waren es 228. Auch die Inzidenz ist wieder leicht geklettert - von 62,1 am gestrigen Donnerstag auf heute 63,7. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Harburg insgesamt 4.325 Corona-Infektionen gemeldet. 83 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind verstorben. 4.031 Personen habe ihre...

Panorama
Weit und breit nur Schafe: Werden die Elbdeiche zu Ostern wieder menschenleer sein?

Kreisverwaltung in Stade berät über Beschränkungen
Wird der Landkreis Stade Oster-Ausflüge an die Elbe auch in diesem Jahr verbieten?

jd. Stade. Diese Maßnahme sorgte im vergangenen Jahr für reichlich Unmut: Der Landkreis hatte zu Ostern und zur Kirschblüte ein Betretungsverbot für die Elbdeiche, das Deichvorgelände und Ausflugsziele entlang der Elbe wie beispielsweise den Lüheanleger verhängt. Ausnahmen gab es nur für die Anwohner. Damals hat wohl niemand damit gerechnet, dass es in diesem Jahr wohl wieder Corona-Beschränkungen von den Osterfeiertagen bis zum Ende der Obstblüte Anfang Mai geben wird. Unmut wegen Äußerung des...

Wirtschaft
Pascal Pinno zeigt auf die Fläche, die er sich reservieren wollte (gegenüber dem Bauschild). Doch weder den gewünschten Platz noch die gewünschte Größe soll er bekommen

Drestedter Unternehmer unzufrieden
Die Krux bei Gewerbeansiedlungen

bim. Drestedt. Pascal Pinno ist enttäuscht: Der Drestedter wollte als ortsansässiger Unternehmer im frisch ausgewiesenen Gewerbegebiet an der Trelder Straße in Drestedt seinen Eventservice ansiedeln. Doch statt der gewünschten 2.000 Quadratmeter will man ihm nur 1.600 Quadratmeter und die nicht an der von ihm favorisierten Stelle geben. Vermarktet wird die Fläche von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Landkreis Harburg (WLH), die Gemeinde Drestedt hat ein Mitspracherecht. Beide hatten...

Panorama
Seit 15 Jahren liegt Benni im
Wachkoma Foto: Friedrich

Viele Spenden für Wachkoma-Patient
Winsen: Hilfe für Benni - Großer Dank an die Leser

thl. Winsen. "Ich möchte den WOCHENBLATT-Lesern ein großes Dankeschön sagen. Sie haben dafür gesorgt, dass für meinen Benni das Leben wieder etwas lebenswerter ist", sagt Cornelia Friedrich glücklich. "Benni Friedrich aus Winsen liegt seit 15 Jahren im Wachkoma" titelte das WOCHENBLATT im Dezember vergangenen Jahres und berichtete über das Schicksal des heute 37-Jährigen, der nach einem Brand in seiner Wohnung eine schwere Rauchgasvergiftung hatte und nicht mehr aus dem künstlichen Koma...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen