Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Renommierte Reiter machten bei Seminar sattelfest im Crossreiten

Im Ausbildungszentrum Luhmühlen: die Akteure des lehrreichen Seminars (Foto: FN-Archiv/Thomas Ix)
Reitlehrgerät "Rocking-Movie" feierte Weltpremiere

ce. Luhmühlen. "Start frei – im Cross dabei" lautete das Thema eines Seminars, bei dem sich jetzt rund 400 Zuschauer im Ausbildungszentrum Luhmühlen (AZL) über den sicheren Einstieg in die Vielseitigkeit informierten. Auf Einladung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), des Pferdesportverbandes Hannover und der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport war die Veranstaltung für alle kostenlos. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Sport sicherer zu machen – durch gute Ausbildung, passende Ausrüstung und die Weiterentwicklung im Geländeaufbau", erklärte Philine Ganders-Meyer, Vielseitigkeits-Koordinatorin des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR).
„Vielseitigkeitsreiten beginnt damit, über einen Baumstamm zu springen“, sagte AZL-Ausbildungsleiter Michael Meier. Wie das am besten funktioniert, zeigten die renommierten Reiter Nike Meier, Smilla Phillipp, Lena Reinstorf und Greta Tidow mit ihren Pferden. Unter Anleitung von Sandra Auffarth, Mannschafts-Olympiasiegerin und Doppelweltmeisterin von 2014, und Bundestrainer Hans Melzer lernten sie, dass es im Geländereiten vor allem darauf ankommt, unterschiedliche Sitzpositionen im Sattel einnehmen zu können. "Wichtig ist, dass ihr immer gut in der Balance seid und euer Pferd oder Pony möglichst wenig stört“, riet Auffarth. "Die Faustregel heißt ‚Fuß vor Knie‘", erklärte Melzer.
Wie man lernt, Hindernisse im modernen Geländekurs zu meistern, demonstrierten Antonia von Baath, Anna Lafrenz und Sabrina Siemsglüß.
Wer glaubte, dass man fürs Geländetraining unbedingt echte Geländehindernisse braucht, lag falsch. Unter der "Regie" von Mannschaftsolympiasieger und Landestrainer Claus Erhorn bewiesen Tom Meier, Janna Koch und Hedda Vogler, dass bunte Stangen, Tonnen und sogar Stühle genügen, um sich auf spezielle Aufgaben im Gelände vorzubereiten. Und manchmal braucht es dafür noch nicht einmal ein echtes Pferd. In Luhmühlen feierte der "Rocking Movie", ein auf einem Kugelkopfgelenk gelagertes Reitlehrgerät, seine Weltpremiere. Auf ihm können Reiter lernen, sich in unterschiedlichen Positionen auszubalancieren. "Die Entwicklung solcher Reitlehrgeräte, aber auch die Erforschung variabler Hindernisse und Seminare wie dieses sind Teil des Projektes ‚Mit Sicherheit besser reiten‘ der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport“, erklärte Philine Ganders-Meyer, die den "Rocking-Movie"-Prototyp aus Warendorf mitgebracht hatte.