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Salzhäuser Gymnasiasten gewinnen 63 potenzielle Stammzellenspender bei DKMS-Aktion

Mit Wattestäbchen für Abstriche ausgestattet: Nico Ruschmeier (li.) von der Schülervertretung des Gymnasium von Yannik Levenhagen von der DKMS wollen Leben retten (Foto: Gymnasium Salzhausen)
ce. Salzhausen. "Dein Typ ist gefragt“ lautete das Motto, unter dem die Schülervertretung (SV) des Gymnasiums Salzhausen jetzt eine Registrierungsaktion in Kooperation mit der gemeinnützigen DKMS GmbH (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) startete. Dabei wurden gleich 63 neue potenzielle Stammzellenspender für die DKMS-Datenbank gewonnen. Die Gesellschaft engagiert sich für die Bekämpfung von Blutkrebs.
Die SV führte die Aktion für die 169 Schüler des elften und zwölften Jahrgangs durch und wurde von Yannik Levenhagen (27) unterstützt. Der Student aus Schleswig-Holstein arbeitet ehrenamtlich für die DKMS und informiert in Vorträgen über die Chancen auf Heilung, die Krebspatienten durch eine Stammzellenspende erhalten. Levenhagen weiß, wovon er spricht: Im Jahr 2011 ließ er sich für die DKMS registrieren, da einer der besten Freunde eines Klassenkameraden an Leukämie erkrankt war. Darüber hinaus konnte er bereits einem ihm unbekannten Patienten durch eine eigene Stammzellenspende direkt helfen. "Ich verfüge über eine besonders geeignete genetische Merkmalskombination“, freute sich Levenhagen. Dies sei für eine erfolgreiche Spende wichtig, denn es komme darauf an, die größtmögliche Übereinstimmung der Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) zwischen Patienten und Spender zu finden. "Es ist schwer, einen geeigneten Stammzellenspender zu finden. Man ist auf der Suche nach dem genetischen Zwilling“, erklärt er. Levenhagen ist hierfür ein glückliches Beispiel. Dem Patienten, der seine Spende erhielt, geht es wieder gut.
Die Registrierung ihrer Mitschüler führten 19 Helfer der SV sowie des elften und zwölften Jahrgangs durch. Sie erfolgte über Wangenschleimhautabstrich per Wattestäbchen, war daher vollkommen schmerzfrei und dauerte pro Person nur drei Minuten. Die Teilnahme geschah auf freiwilliger Basis. Die Aktion war bewusst auf die höchsten Jahrgangsstufen beschränkt, denn die Teilnehmer müssen mindestens 17 Jahre alt sein, mindestens 50 Kilogramm wiegen, und sie dürfen einen BMI (Body-Mass-Index) von 40 nicht überschreiten.
2009 erkrankte eine Gymnasiastin unheilbar an Leukämie. Für sie fand damals eine breit angelegte, öffentliche Registrierungsaktion statt. Dieser Hintergrund und die Möglichkeit, helfen zu können, war für die SV nun Motivation genug für die Teilnahme an der neuen Aktion.
"63 neue Registrierungen - 63 neue Chancen auf ein zweites Leben", waren die Mitglieder der SV stolz auf das Ergebnis. Sie denken darüber nach, die Aktion mit den neu in die Oberstufe eintretenden Schülern zu wiederholen. "Die DKMS leistet einen notwendigen Beitrag für unsere internationale Gesellschaft. Es wird kein Unterschied im Hinblick auf die Herkunftsländer gemacht: Wer Hilfe braucht, dem soll geholfen werden", so Nico Ruschmeier.
Jede Registrierung und Typisierung kostet die DKMS 35 Euro. Die SV nahm durch den Verkauf von Waffeln 105 Euro ein, die sie der DKMS spendete.