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Auf der Suche nach Siedlungsspuren

"Hier war offenbar eine Grube": Grabungsleiterin Susanne Drobny an der Ausgrabungsstelle im Gewerbegebiet am Trelder Berg in Buchholz

Archäologen erkunden Grundstück im Gewerbegebiet Trelder Berg in Buchholz

os. Buchholz. Viele gelbe und rote Fähnchen zeigen an: Hier haben die Archäologen noch viel zu tun. Im Gewerbegebiet Trelder Berg in Buchholz suchen derzeit fünf Archäologen der Grabungsfirma Arcontor aus Wolfenbüttel nach Spuren aus der Vergangenheit. "Auf dieser Fläche ist besonders viel interessantes Material vorhanden", erklärt Grabungsleiterin Susanne Drobny.
Bevor auf dem Areal an der B75 der T+T-Markt Christiansen neu gebaut wird, haben für rund vier Wochen die Archäologen das Sagen. "Wir wissen, dass am Trelder Berg eine rund 1.800 Jahre alte Siedlung existiert", sagt Dr. Jochen Brandt vom Helms-Museum, das die Grabung auf einem rund 65 mal 80 Meter großen Grundstücksteil beauftragt hat. Bereits bei einer Grabung an anderer Stelle im Gewerbegebiet habe man im vergangenen Jahr einen Hausgrundriss gefunden, so Brandt. Man suche nach weiteren Siedlungsspuren und sei bereits auf viel Keramik gestoßen. "Für uns sind die Funde wichtig, aber die Befunde noch wichtiger", erklärt Brandt. Verfärbungen im Boden sollen erklären, was sich dort in grauer Vorzeit abspielte.
Die Kosten für die Grabungen trägt zu großen Teilen der Investor. Auch die Stadt Buchholz und die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), die bis Ende des Jahres die Flächen im Gewerbegebiet Trelder Berg vermarktet, beteiligen sich.