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Polizei sagt Einbrechern den Kampf an

Stellten die Kriminalstatistik vor: (v. li.) Friedrich Niehörster, Uwe Lehne und Wilfried Haensch
os. Buchholz. Die Verhinderung und Aufklärung von Wohnungseinbrüchen bleibt der Schwerpunkt der Polizeiarbeit in der Polizeiinspektion Harburg (PI). Das versprach PI-Leiter Uwe Lehne bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr.
Hintergrund: Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg 2012 von 634 auf 857 an. Tatsächlich schulgen die Täterbanden 1.081 mal zu, doch über 200 Fälle werden noch bearbeitet und tauchen offiziell erst in der Statistik 2013 auf. Durch die feste Einrichtung des "Sachgebietes Wohnungseinbruch" sei die Aufklärungsquote bei Einbrüchen um fast zehn Prozent auf 28,24 Prozent gesteigert worden, erklärte Lehne.
Die Tatverdächtigen seien ausschließlich Ausländer, sagte Wilfried Haensch, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes. Viele Banden kämen aus Hamburg, aber auch aus Schleswig-Holstein und Bremen und nutzen die gute Infrastruktur mit vielen Abfahrten an den ausbauten Autobahnen. Die Polizei werde die Präsenz hochhalten und versuchen, in der Präventionsarbeit noch intensiver mit Hamburg zusammenzuarbeiten, sagte Lehne.
Weiter Schwerpunkte der Polizeiarbeit sind 2013 die Deliktsfelder "Diebstahl in/aus Kraftfahrzeugen", "Diebstahl von Kraftfahrzeugen" und "Fahrraddiebstähle". 2012 stieg u.a. die Zahl der Pkw-Diebstähle stark auf 120 an. Begehrt waren vor allem Geländewagen aus deutscher und japanischer Produktion.
Insgesamt ging die Zahl der Straftaten im Landkreis Harburg und in der übergeordneten Polizeidirektion Lüneburg zurück. Im Landkreis gab es 13.769 Straftaten nach 14.889 in 2011. In der Polizeidirektion Lüneburg, der neben Harburg sieben weitere Landkreise angehören, sank die Zahl der Straftaten um 2.332 Fälle auf 78.758. "Wir sind die sicherste Region in Niedersachsen", sagt Polizeipräsident Friedrich Niehörster. Nur die Zahl der Wohnungseinbrüche sei "besorgniserregend".

Die Polizei gibt Tipps, wie Sie sich gegen Einbrüche wappnen können:
- bauen Sie ein einbruchhemmendes Schloss mit besonders geschütztem Profilzylinder in die Tür ein und schützen Sie beides durch einen Beschlag mit Zylinderabdeckung
- selbst wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurz verlassen: Schließen Sie die Tür immer zweifach ab und schließen Sie Fenster
- bauen Sie massive Türblätter ein
- vergessen Sie die Sicherung von Nebeneingangstüren nicht
- verstecken Sie Wohnungsschlüssel nicht draußen
- Nachbarn helfen Nachbarn: Achten Sie auf fremde Personen, die auf dem Nachbargrundstück unterwegs sind
- lassen Sie Wertsachen nicht offen zu Hause herumliegen
- fertigen Sie Farbfotos von Wertsachen und wichtigen Dokumenten an
- alarmieren Sie bei Gefahr und verdächtigen Beobachtungen über Notruf 110 sofort die Polizei.

Weitere Informationen zur Einbruchsprävention unter www.k-einbruch.de