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Y-Trasse: Buchholzer Wirtschaftsrunde warnt vor gravierenden Nachteilen

Warnen vor den Auswirkungen der Y-Trasse in Buchholz: (v. li.) Jan Bauer, Christoph Diedering und Frank Krause von der Wirtschaftsrunde
os. Buchholz. In der Diskussion um die Planung der Güterbahnstrecke "Y-Trasse" meldet sich jetzt die Buchholzer Wirtschaftsrunde zu Wort: "Wir sind gegen die zuletzt ins Spiel gebrachten Varianten, weil sie für die Wirtschaft eine Katastrophe wären und das Bevölkerungswachstum in Buchholz gefährden würden", sagt Christoph Diedering, seit etwas mehr als drei Monaten Vorsitzender der Wirtschaftsrunde, einem Zusammenschluss von rund 150 Unternehmen in der Nordheidestadt.
Sowohl die Breimeier-Variante, die vierspurig durch Buchholz führen würde, als auch der zweispurige Ausbau der Heidebahnstrecke hätten signifikante Auswirkungen für die Nordheidestadt und die umliegenden Gemeinden: "Wenn pro Tag z.B. 200 Güterzüge über die Heidebahnstrecke fahren, ist ein Wohnen entlang der Trasse nicht mehr möglich", warnt Diedering. "Der Geräuschpegel würde signifikant steigen und zu einer Dauerbelastung führen", ergänzt Frank Krause, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsrunde.
Vielen Bürgern sei die Gefahr nur vage bekannt. "Wir hoffen, dass die Menschen sich zeitnah über das Thema informieren", sagt Christoph Diedering. Die Umsetzung einer der beiden Y-Trassen-Varianten sei nicht unrealistisch. Die Bürger seien aufgerufen, sich an dem Protest gegen die Varianten im Raum Buchholz zu beteiligen, so Diedering, z.B. in der Bürgerinitiative gegen den Ausbau der Heidebahnstrecke, die sich jüngst in Holm-Seppensen gegründet hatte (das WOCHENBLATT berichtete). "Da sind uns andere Gemeinden voraus", sagt Jan Bauer, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsrunde.
Die Wirtschaftsrunde setzt darauf, dass in Zukunft nicht nur die technische Machbarkeit der Baumaßnahme betrachtet wird, sondern auch die weichen Faktoren berücksichtigt werden. "Wir haben z.B. mit dem Heidewanderweg den schönsten Wanderweg Deutschlands, der durch einen Heidebahnausbau zerstört würde", warnt Krause. Zudem verliere Buchholz an Wohnqualität, sodass auch die Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen würde. Christoph Diedering: "Welcher Arbeitnehmer zieht denn nach Buchholz, wenn in jeder Stunde zehn Güterzüge vor seiner Haustür entlangfahren?"