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Ihre ganze Hoffnung ist ein Hund: Labrador-Rüde wird für sein Frauchen als Assistenzhund ausgebildet

Der junge Labradorrüde macht seine Besitzerin glücklich
Dieser Labrador bringt neuen Lebensmut: "Alec" ist für sein Frauchen Johanna Kraus (24) viel mehr als nur ein Haustier. Der schoko-farbene, sechs Monate alte Labrador-Rüde wird zurzeit zum Assistenzhund ausgebildet und ermöglicht ihr, wieder am Leben teilzunehmen. Denn alleine kann die Staderin ihre Wohnung nicht verlassen, sitzt einsam Hause und trägt sich zeitweise sogar mit Selbstmordgedanken. Die junge Frau leidet an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung, die sich unter anderem in Depression, Panikattacken und einer Art "Schockstarre" äußert. "Ich möchte weglaufen, kann mich aber nicht mehr bewegen und bin auch nicht mehr ansprechbar. Alles an mir fühlt sich dann unecht an", berichtet Johanna. Verursacht wurde die Krankheit durch mehrere traumatische Erlebnisse in der Kindheit, die Johanna jedoch verdrängt hat. Dreimal war sie bereits in der Psychiatrie. "Aber das bringt mich nicht weiter", sagt sie.
Ihre Hoffnung setzt sie jetzt auf Alec, der von einer spezialisierten Hundetrainerin genau für ihre Krankheit ausgebildet wird. Der Hund lernt, sein Frauchen vor Situationen, die ihr Angst machen, zu beschützen, indem er sich zum Beispiel im Geschäft an der Kasse vor oder hinter sie stellt und andere Personen auf Abstand hält. Verfällt Johanna in komplette Bewegungslosigkeit, zieht er sie aus der Situation heraus oder er versucht sie, wenn sie nicht mehr reagiert, in die Realität zurück zu holen. Das Gemeine: Damit Alec lernt, was er tun soll, muss Johanna in genau die Situationen gebracht werden, vor denen sie sich fürchtet. Doch der junge Rüde lernt schnell. Und Johanna empfindet zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Glücksgefühl.
Anders als z.B. bei einem Blindenhund wird die Ausbildung eines Assistenzhundes von den Krankenkassen nicht unterstützt. Mit allem drum und dran zahlt Johanna Kraus rund 15.000 Euro für ihren Lebensretter. Etwas mehr als die Hälfte hat sie bereits durch Spenden zusammen gesammelt. "Es ist toll, wie viele Menschen mir helfen", freut sich Johanna.
• Infos: www.assistenzhund-alec.de