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„Unser Hund ‚Sina‘ rettete uns das Leben!“

Das Feuer in Brackel zerstörte das Haus des Ehepaares Mertig (Foto: Feuerwehr)

Walther und Marie-Luise Mertig verdanken wohl ihrer Labrador-Hündin „Sina“, dass sie noch am Leben sind. Die Hündin weckte das Ehepaar, als deren Haus in Brackel in der Nacht zu Samstag brannte. Obwohl die Feuerwehr schnell eintraf, war das Haus nicht mehr zu retten.

mum. Brackel. „Ich bin noch ganz durcheinander“, sagt Walther Mertig (75). Er sitzt bei seinen Nachbarn am Esstisch und versucht, die schlimmen Ereignisse zu verarbeiten. Es muss kurz vor 4 Uhr in der Nacht zu Samstag gewesen sein, als Labrador-Hündin „Sina“ Marie-Luise Mertig (78) weckte. Diese bemerkte sofort den Brandgeruch in ihrem Haus an der Paschbergstraße in Brackel (Samtgemeinde Hanstedt) und rüttelte ihren Mann wach. „Wir haben noch versucht herauszufinden, wo es im Haus brennt“, erinnert sich Walther Mertig. Aber alles sei voller Rauch gewesen. Man habe nichts sehen können. Sie alarmierten die Feuerwehr und verließen dann schnell das Haus - beide kaum mit mehr bekleidet, als einem Schlafanzug.
Viel länger hätte das Ehepaar auch nicht in dem Haus, das sie seit den 1960er Jahren bewohnen, bleiben dürfen. Denn als die Feuerwehr eintraf, brannte bereits der Dachstuhl. Das Haus war nicht mehr zu retten. Die Feuerwehr war mit etwa 110 Kräften im Einsatz. Dennoch: Das Feuer fraß sich unter dem Satteldach durch die gesamte Konstruktion des hölzernen Baukörpers. Die Polizei schätzt den Schäden auf mindestens 250.000 Euro.
Das Ehepaar wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Allerdings schon nach wenigen Stunden wieder entlassen. Während Walther Mertig bei Nachbarn ein vorübergehendes Zuhause fand, versucht sich seine Frau bei der gemeinsamen Tochter in Hamburg zu erholen. Trotz der Katastrophe - in dem etwa 220 Quadratmeter großen Haus verbrannten sämtliche Erinnerungen - geht der Blick nach vorn: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die meiner Frau und mir in den vergangenen Tagen geholfen haben“, sagt Walther Mertig. Selbstverständlich den vielen Feuerwehrleuten, aber auch den Nachbarn. „Viele haben uns ihre Unterstützung angeboten.“
Nach ersten Erkenntnissen ist für die Polizei ein technischer Defekt die wahrscheinlichste Brandursache. Die weiteren Ermittlungen dazu können aber erst beginnen, wenn das Objekt betreten werden kann.

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