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Hanstedt: Wählergemeinschaften im Aufwind

Hanstedts Bürgermeister Gerhard Schierhorn wirft die ­Ergebnisse mit einem Beamer an die Wand. Im „Heidepeter“ ­ in Hanstedt erlebten die Wählergemeinschaften UNS und UWE den Sonntag gemeinsam
 
Grünen-Politiker Pierre Lösch (3. v. li.) ohne Berührungsängste. Am Sonntag schaute er auch bei der Wahlparty der CDU auf dem Hof Menke vorbei
 
Präsentierten die aktuellen zahlen: Mario Vick und Conny Gruner

UNS in Hanstedt und UWE in Egestorf legen zu / FDP holt ebenfalls mehr Stimmen / CDU und SPD verlieren Mandate.

mum. Hanstedt. Der Wahlsonntag verlief in der Samtgemeinde Hanstedt weitgehend ohne große Überraschungen. Als Sieger dürfen sich vor allem die Wählergemeinschaften freuen, die nahezu überall Stimmen dazu gewinnen konnten. Auch die FDP ist im Aufwind.

Ein Streifzug durch die Samtgemeinde:

Hanstedt

Die Wählergemeinschaft UNS hat in der Gemeinde Hanstedt beispielsweise 7,38 Prozent mehr geholt als 2011. „37,31 Prozent sind ein herausragendes Ergebnis“, sagt Bürgermeister Gerhard Schierhorn. „Das ist ein Sitz mehr - von 5 auf 6, bei insgesamt 17 Sitzen“. Damit ist die UNS stärkste Fraktion in Hanstedt. Die CDU kommt auf 28,51 Prozent (5 Sitze). „Ich habe mich sehr über mein persönliches Wahlergebnis gefreut“, so Schierhorn. Mit 944 persönlichen Stimmen habe er das Ergebnis der letzten Wahl mehr als verdreifacht. „Das ist eine große Bestätigung für meine Arbeit als Bürgermeister der Gemeinde Hanstedt. Ich danke allen Wählern, die mir und unserer Wählergemeinschaft ihre Stimmen gegeben haben.“ Schierhorn freut sich zudem, dass alle 17 Gemeinderatsmandate besetzt werden können. Im alten Rat blieben drei Mandate unbesetzt.
Schierhorn zieht für die UNS auch auf Samtgemeinde-Ebene ein positives Fazit: „Die Wählergemeinschaft hat in der Samtgemeinde 5,58 Prozent dazugewonnen und mit 27,99 Prozent ein sehr gutes Ergebnis erzielt.“ Nach der CDU (zehn Sitze) ist die UNS mit acht Sitzen die zweitstärkste Fraktion.
• „In unserer Samtgemeinde hat sich die SPD dem Trend des Landkreises nicht entziehen können“, sagt Dr. Manfred Lohr, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hanstedt. „Im Landkreis verlor die SPD ebenso wie in der Samtgemeinde Hanstedt; hier war der Verlust deutlich, auch in Bezug auf die erreichten Mandate. Bei den Gemeinderatswahlen trat die SPD lediglich in Hanstedt und Asendorf an. Auch hier verzeichneten wir Verluste, wenngleich sich dies nicht in der Anzahl der tatsächlich besetzten Mandate niederschlug.“ Damit habe sich die erfolgreiche Ratsarbeit der SPD weitgehend nicht im Wahlergebnis ausgewirkt. „Aus den Ergebnissen leiten wir die Notwendigkeit ab, unsere Aktivitäten noch stärker zu kommunizieren. Auch werden wir unsere Bemühungen darauf ausrichten, dort, wo wir dieses Mal personell nicht vertreten waren, Kandidaten aufzubauen.“

Brackel und Marxen


In der Samtgemeinde Hanstedt scheinen Einzelkandidaten beliebt zu sein. Während sich in Marxen mit Hans Hermann Ehlers (261 Stimmen, 12,07 Prozent) und Adolf Könecke (106 Stimmen, 4,90 Prozent) gleich zwei Einzelkandidaten durchsetzten, schaffte Ulrike Müller in Brackel Beeindruckendes. Mit 497 Stimmen (2,42 Prozent) zieht sie in den Samtgemeinderat ein. „Mit den viertmeisten Stimmen der direkt gewählten Kandidaten in der Samtgemeinde Hanstedt und dem zweiten Platz in der Gemeinde Brackel haben mir die Wähler ein enormes Vertrauen entgegen gebracht“, sagt Müller. „Dafür danke ich allen, die mir ihre Stimme gegeben haben.“ Der Platz im Samtgemeinderat Hanstedt stelle sie vor neue Herausforderungen. „Diese werde ich mit gleicher Verantwortung, wie meine Arbeit in den vergangenen Jahren im Gemeinderat Brackel, wahrnehmen.“

Egestorf

In Egestorf gibt es eine ganz besondere Konstellation. Sven Urban und Alt-Bürgermeister Walter Kruse (beide CDU) liegen mit 85 Stimmen gleich auf. Es muss also gelost werden. Sollte Kruse gewinnen, rückt Urban als Direktkandidat nach. Sollte aber Urban die Nase vorn haben, dann würde die auf dem zweiten Listenplatz stehende Adriane Rutz nachrücken. Kruse wäre nicht im Rat vertreten.
„Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt Bürgermeister Marko Schreiber. Die UWE haben auf Kosten der Grünen im neuen Rat einen Sitz mehr. „Wir freuen uns auf die Fortsetzung der bislang guten Zusammenarbeit“, so der Bürgermeister.

Undeloh

Im kleinen Heidedorf Undeloh ist die CDU ohne Konkurrenz. Weder SPD noch Grüne haben gegen Bürgermeister Albert Homann Kandidaten ins Rennen geschickt. Bedeutet: 100 Prozent für die CDU. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,84 Prozent. Den Christdemokraten würden eigentlich neun Sitze zustehen. Doch das gibt die Liste nicht her, so dass zwei Mandate verfallen.

So setzen sich die neuen Räte zusammen (alle Angaben unter Vorbehalt):


• Samtgemeinde: Necdet Savural, Günter Rühe, Ralf Kretschmar, Jörn Bargmann, Günter van Weeren, Hans-Hermann Suhr, Katrin Soltau, Manfred Dittrich, Heinrich Nieschutz und Brigitte Godyka (alle CDU, 10 Sitze), Dietmar Kneupper, Gerhard Heuer, Dr. Manfred Lohr und Meike Strobel (alle SPD, 4 Sitze), Detlef von Elling, Nils Neder, Pierre Lösch und Magitta Schmidt (alle Grüne, 4 Sitze), Gunnar Hofmeister, Lutz Marquardt und Volker Tomforde (alle FDP, 3 Sitze), Gerhard Schierhorn, Detlef Meyer, Kerstin Albers-Bullerjahn, Wolfgang Witte, Joachim Frommann, Wilfried Koeplin, Heike Schulenberg und Wilfried Breddin (alle UNS, 8 Sitze), Ulrike Müller (Einzelkandidatin, 1 Sitz).

• Asendorf: Rüdiger Geiß und Uwe Möricke (beide SPD, 2 Sitze), Detlef von Elling und Pierre Lösch (alle Grüne, 2 Sitze), Rainer Mencke, Holger Cohrs, Julia Ahrens, Olaf Peters, Michel Wintjen, Sandra Behr und Manfred Dittrich (WGA, 7 Sitze)
• Brackel: Dirk Schierhorn, Ulrike Müller, Axel Meinhard, Detlef Meyer, Jürgen Wyludda, Stefan Tefke, Dirk Mackenthun, Stephan Wedemann, Sönke Koch, Frank Wasilewski und Ulrich Sander (alle FWB, 11 Sitze).

• Egestorf: Marko Schreiber, Hans-Joachim Mencke, Denis Schünhof, Günther van Weeren, Sven Urban (Los) und Walter Kruse (Los) (alle CDU, 6 Sitze), Ingo Rieckmann (Grüne, 1 Sitz), Lutz Marquardt (FDP, 1 Sitz), Christian Sauer, Kerstin Albers, Virginia Albers, Rüdiger Ott und Ulf Müller (alle UWE, 5 Sitze).

• Hanstedt: Hans-Hermann Suhr, Günter Rühe, Gerhard Isernhagen, Anja Misch, Katrin Gram (alle CDU, 5 Sitze), Lars Heuer und Helga Hoppe (alle SPD, 2 Sitze), Lars Möhrke und Gabriele Rademacher (alle Grüne, zwei Sitze), Gunnar Hofmeister, Armin Höhe (alle FDP, 2 Sitze), Gerhard Schierhorn, Wilfried Koeplin, Wolfgang Witte, Heike Schulenberg, Florian Schönwälder und Rosella Leonforte (alle UNS, 6 Sitze).

• Marxen: Christian Meyer, Beate Thiel, Anja Warnecke, Siegfried Westermann, Sven Meyer-Herbstreit, Joachim Frommann, Katja Heuer, Nils Neder und Norbert Ravens (alle FWG, 9 Sitze), Hans Hermann Ehlers (Einzelkandidat) und Adolf Könecke (Einzelkandidat)

• Undeloh: Werner Rademacher, Albert Homann, Markus Röhrs, Marco Degener, Katrin Soltau, Olaf Wirth und Uta Hoffmann (alle CDU, 9 Sitze).

• Alle Wahlergebnisse aus der Samtgemeinde finden Interessenten im Internet unter www.hanstedt.de.