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Landrat Roesberg: "Es gibt keinen Grund zur Eile" / Grob-Konzept für künftige Nutzung der Walkmühle soll vorliegen

Idyllisch gelegen, doch in einem schlechten baulichen Zustand: die Walkmühle in Ohrensen (Foto: jd)
jd. Bargstedt-Ohrensen. "Unser erklärtes Ziel ist es, dieses Objekt nachhaltig für die Jugendarbeit zu sichern." - Die Aussage von Landrat Michael Roesberg lässt hoffen, dass für die Walkmühle bei Ohrensen eine Lösung gefunden wird, die im Sinne der Nutzer ist. Das sind in erster Linie Jugendgruppen aus der Region, vor allem aber die Harsefelder Pfadfinder. Diese seien vom Landkreis beauftragt worden, ein Nutzungskonzept für das marode Gebäude zu entwickeln, so Roesberg. Es gebe bereits eine grobe Richtung, doch erst nach der politischen Sommerpause werde sich der Landkreis weiter mit dem Thema befassen: "Es gibt keinen Grund zur Eile."

In den vergangenen Monaten schien es so, dass die kreiseigene Freizeitstätte für manchen in der Verwaltung einen lästigen Klotz am Bein darstellt, von dem man sich schnell trennen will. So hieß es zunächst, dass der Landkreis das sanierungsbedürftige, denkmalgeschützte Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert veräußern will. Das Obergeschoss ist bereits gesperrt. Als Grund nennt der Landkreis Mängel beim Brandschutz. Die Walkmühle ist dadurch noch schlechter ausgelastet als in den Vorjahren. Da die Belegungszahlen kontinuierlich zurückgegangen sind, ist der Betrieb der Jugendeinrichtung seit Jahren ein Zuschussgeschäft.

Auch das Interesse der Gemeinde Bargstedt, auf dessen Gebiet die Walkmühle liegt, hält sich in Grenzen: "Wir werden sicher kein marodes Gebäude übernehmen - schon gar nicht, wenn es kein realistisches Konzept für die künftige Nutzung gibt", sagt Bargstedts Bürgermeister Thomas Wiebusch. Für die Jugendarbeit vor Ort werde die Walkmühle auf jeden Fall nicht benötigt. Ob Landjugend, Jugendfeuerwehr oder Sportler: Alle Gruppen seien gut untergebracht. Ein weiterer Bedarf an Jugendräumen bestehe derzeit nicht, so Wiebusch: "Die jungen Leute sind hier gut versorgt."

Sollte die Walkmühle aber in eine andere Trägerschaft übergeben werden, wolle die Gemeinde auf jeden Fall mitreden, erklärt der Bürgermeister: "Aber außer einer Nutzung durch die Pfadfinder fällt mir derzeit nichts ein." Muss aber auch (noch) nicht: "Zunächst ist der Landkreis gefordert", so Wiebusch.