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Staatsrat Rieckhof: "Wir fechten die A 26 durch"

Rieckhof berichtete über den Stand der Planungen für die A26
jd. Harsefeld. Jede Menge Informationen bekamen die Teilnehmer des Harsefelder Unternehmerfrühstücks zu Brötchen und Rührei serviert. Gast des morgendlichen Mahls war der Hamburger Staatsrat und Stader Ex-Bürgermeister Andreas Rieckhof. Der Chef der Behörde für Verkehr, Wirtschaft und Innovation referierte über die wichtigsten Straßenbauprojekte der Hansestadt. Auf besonderes Interesse stieß das Thema A26. Der Herr über 82 Hamburger Autobahnkilometer machte deutlich, dass die Anbindung an die A7 und die Fortführung als "A26 Ost" quer durch den Hafen bis zur A1 zu den Grundpfeilern des Hamburger Verkehrskonzeptes gehören.
"Der Bau der A26 ist auch für Hamburg eine der zentralen Maßnahmen", erklärte Rieckhof. Eine besondere Bedeutung komme dabei der Ost-Trasse zu. Diese werde als Hafenquerspange künftig die beiden Hauptverkehrs-"Aorten" A1 und A7 verbinden. Als zusätzlicher "Straßen-Bypass" sei die neue Trasse der Wilhelmsburger Reichsstraße (B75) vorgesehen. Komme der Verkehr auf einer dieser Strecken ins Stocken, sollen die Fahrzeuge über die "A26 Ost" auf die Ausweichrouten verteilt werden.
Für diese "Hafenautobahn" zwischen den Anschlussstellen Moorburg (A7) und Stillhorn (A1) soll ein weiterer Brückenschlag über die Süderelbe erfolgen. Diese Hochbrücke wird laut Rieckhof in etwa die gleichen Dimensionen wie die Köhlbrandbrücke haben. Ausgewählt wurde ein Entwurf einer deutsch-dänischen Ingenieurgemeinschaft.
Doch bis zur Umsetzung dieser Pläne ist es laut Rieckhof noch ein weiter Weg: Erstens sei die Finanzierung dieser rund 800 Millionen Euro teuren Baumaßnahme noch längst nicht gesichert und zweitens stoße das Projekt in Wilhelmsburg auf erbitterten Widerstand. Außerdem werde die "Hafenautobahn" erst in Angriff genommen, wenn die A26 an die A7 bei Moorburg angeschlossen sei.
Wann dies soweit sei, stehe in den Sternen, so Rieckhof. Während sein Chef, der Hamburger Verkehrssenator Frank Horch, kürzlich verkündete, dass die A26 bis 2019 Moorburg erreichen soll, schätzt Rieckhof die Situation offenbar pessimistischer ein. "Wir werden dieses Jahrzehnt dafür benötigen, die A26-Trasse auf Hamburger Gebiet vor Gericht durchzufechten", erklärte der Staatsrat. Das Geld für die A26 sei zwar da, so Rieckhof, doch er rechne mit "massenhaft Klagen" von Anwohnern und Umweltverbänden. Schon jetzt habe es fast 300 Einwendungen gegeben. Er gehe davon aus, dass 2014 der Planfeststellungsbeschluss erfolge. "Danach werden wir alles daran setzen, die A26 vor Gericht durchzuboxen."