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Kreiswahlleiter Thorsten Heinze: Der Herr der Zahlen

Runter vom Sofa und ab ins Wahllokal! "Gehen Sie wählen", appelliert Kreiswahlleiter Thorsten Heinze und zeigt die beiden Stimmzettel-Muster (Foto: oh)

Der Kreiswahlleiter für den Landkreis Harburg sorgt am Sonntag mit mehr als 3.000 Wahlhelfern für die korrekte Auszählung der Stimmen.

(mum). "Gehen Sie wählen!" - mit dieser klaren Botschaft und viel Leidenschaft appelliert Thorsten Heinze, Kreiswahlleiter für den Landkreis Harburg, an die Bürger, am Sonntag ihr Wahlrecht auszuüben. "Das Recht, an allgemeinen, freien und gleichen Wahlen teilnehmen zu dürfen, ist ein wertvolles Gut", betont Heinze. "Wie aktuelle Ereignisse in vielen Teilen der Welt zeigen, ist dies überhaupt nicht selbstverständlich."
Heinze wendet sich damit an die etwa 200.000 Wahlberechtigten im Landkreis Harburg, die mit ihrer Stimme darüber entscheiden, welche Volksvertreter ins Europa-Parlament einziehen und wer neuer Landrat wird. Außerdem werden in sechs Kommunen neue Bürgermeister gewählt.

"In diesem Jahr finde ich es besonders spannend, dass die Wahlberechtigten zugleich auf die Politik im fernen Brüssel und die Politik in Kreisverwaltung und in den Rathäusern Einfluss nehmen können", sagt der 49-jährige Familienvater aus Scharnebeck, der in der Kreisverwaltung seit 2001 den Bereich Service leitet. Für ihn ist es bereits die zweite Europawahl, auch die letzte Landratswahl 2006 sowie zwei Kreistagswahlen, zwei Landtags- und zwei Bundestagswahlen hat er schon mit seinem Team organisiert.

Im Wahlbüro der Kreisverwaltung kann Heinze insbesondere auf Jens Gardewischke und - seit wenigen Wochen - auf Olga Wiedergold zählen. Sie sorgen mit weiteren Kollegen für einen reibungslosen Ablauf. Seit vier Monaten bereitet Heinze mit seinem Team die Wahlen im Landkreis vor: "Nach der Wahlbekanntmachung am 16. Januar 2014 haben wir uns zunächst um die Gewinnung und Schulung ehrenamtlicher Wahlhelfer gekümmert", beschreibt Heinze das Aufgabenspektrum. Die Wahlorganisation unterliegt einem strengen Zeitplan. So müssen zum Beispiel die Stimmzettel und Briefwahlunterlagen rechtzeitig gedruckt und zur Verfügung gestellt werden werden. Auch der Einsatz der Wahl-Software für die korrekte Erfassung und schnelle Auswertung der Wahlergebnisse wird mehrfach im Vorfeld getestet.

Am Wahltag werden außer den vielen ehrenamtlichen Wahlhelfern 32 Mitarbeiter der Kreisverwaltung im Einsatz sein. Einige von ihnen werden nach Schließung der Wahllokale bei der Wahlparty im Kreishaus die aktuellen Zahlen liefern, stabile EDV-Strukturen sichern, die Presse bedienen und für Häppchen und Getränke sorgen. Heinze freut sich schon, wenn am Sonntag um kurz nach 18 Uhr die ersten Ergebnisse in Winsen eintrudeln. "Ich bin gespannt, ob wieder der Wahlvorstand aus Bötersheim in der Gemeinde Kakenstorf als erstes seine Ergebnisse meldet."