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Altländer Hof-Ruine: "Sparkasse in der Pflicht"

Gammelt die Ruine beim Blütenfest im Mai noch immer vor sich hin?
bc. Jork. "Da müsst ihr doch was tun. Das könnt ihr nicht so hinnehmen." Jorks Bürgermeister Gerd Hubert wurde in den vergangenen Tagen immer wieder auf die geplatzte Versteigerung des "Altländer Hof" (das WOCHENBLATT berichtete) angesprochen. Die Dauernerv-Brandruine erregt die Gemüter im Alten Land. Gut möglich, dass der Schandfleck am "Obstmarschenweg" zum dritten Mal in Folge die Besucher zum Blütenfest im Mai begrüßt - dem touristischen Highlight im Jorker Veranstaltungskalender.

Nach Gesprächen mit der Sparkasse Harburg-Buxtehude, die der meistbietenden Investoren-Gesellschaft den Zuschlag bei der Versteigerung verweigerte, zeigt sich Hubert jedoch zuversichtlich. Ohne zu viel Optimismus versprühen zu wollen, sagt er: "Ich bin guter Hoffnung, dass schnellstmöglich Bewegung in die Angelegenheit kommt." Er kann sich vorstellen, dass das Grundstück jetzt freihändig verkauft wird. "Mir sind Interessenten bekannt, die nicht mitgeboten haben."

Für den Rathauschef steht fest: "Es darf auf gar keinen Fall erneut sechs Monate gewartet werden, bis ein möglicher neuer Versteigerungstermin anberaumt wird." Hier sehe die Gemeinde Jork die Sparkasse in der Pflicht, endlich etwas gegen den Schandfleck zu unternehmen. Hubert: "Die Gemeinde hat ein klares Signal in Richtung Sparkasse, Insolvenzverwalter und möglichen Interessenten gegeben, dass die Bauauflagen bei einer vernünftig geplanten Architektur gelockert werden könnten."

Die große Unbekannte für mögliche Investoren bleibt die Räumung des Grundstücks. Stichwort Sondermüll, ja oder nein? Wenn ja, könnte die Entsorgung teuer werden.