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Dreifacher Wahlerfolg für parteilosen Bernd Reimers aus Himmelpforten

Bernd Reimerrs

Unerwarteter Einzug in den Stader Kreistag / "Ich muss lernen, zu deligieren"

tp. Himmelpforten. Planung des Neubaugebietes und Einkaufszentrums, Richtfest beim Kinderhort, Einweihungen, Bürger-Informationsveranstaltungen, Christkindmarkt - am liebsten macht Bernd Reimers (57), Bürgermeister von Himmelpforten, alles selbst. Doch nun muss der Anpacker Aufgaben an andere verteilen: Bei den Kommunalwahlen zog er mit jeweils beachtlichen Direktstimmen in gleich drei politische Gremien ein: mit 1.678 Stimmen in den Gemeinderat, mit 2.162 Stimmen in den Samtgemeinderat, und mit 2.620 Stimmen hat der frühpensionierte Postbeamte erstmals ein Mandat im Stader Kreistag.

Mit diesem Erfolg - insbesondere mit der Wahl in den Kreistag, hat er nach eigenem Bekunden "niemals gerechnet". Reimers: "Am Wahlabend war ich platt." Die durchweg überragenden Ergebnis sieht er als Vertrauensbeweis der Bürger: "In der Vergangenheit kann ich nicht alles falsch gemacht haben."

Bernd Reimers kam vor einigen Jahren - über seine damalige Funktion als Sprecher der Jugendkonferenz - eher zufällig in die Politik: "Ich wollte immer etwas für die Menschen vor Ort erreichen, für jeden das Optimale herausholen" - unabhängig von der politischen Gesinnung. Daher trat er nie einer Partei bei, wird in den drei Gremien jedoch von der SPD gestützt. Sozialdemokrat und Bürgermeister-Vorgänger von Himmelpforten, Lothar Wille, habe ihn sei jeher zum politischen Engagement motiviert. Zuletzt zu der Kreistagskandidatur.

Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates Himmelpforten scheint eine Wiederwahl als Bürgermeister im des Christkinddorfes als sicher. Die SPD hat die absolute Mehrheit. Im Samtgemeinderat will er sich erneut als ehrenamtlicher Vize für den Samtgemeinde-Bürgermeister Holger Falcke zur Wahl stellen.

"Mutet er sich nun zu viel zu?", fragen kritische Beobachter. Denn Bernd Reimers dachte kurz nach der Übernahme des Bürgermeisteramtes von Lothar Wille angesichts der hohen Arbeitsaufwands sogar ans Aufhören. "Jetzt muss ich eben lernen, zu deligieren, wie es andere auch tun", kommentiert Bernd Reimers. "Denn ein bisschen Freizeit möchte ich auch noch haben", sagt der begeisterte Trike-Fahrer und Wohnmobilist.

Wichtige Aufgaben will er in der Hand behalten: die Erweiterung des Baugebietes bei der Porta-Coeli-Schule um 94 Bauplätze, die in diesem Jahr Baureife erlangen sollen, die Bekämpfung des Ärztemangels auf dem Land und das Projekt Einkaufszentrum in der Ortsmitte. Derzeit wartet die Gemeinde auf ein von der ostfriesischen Investorengruppe Bünting beauftragtes biologisches Gutachten. Wie immer setzt Reimers auf Transparenz: Die Expertisen sollen noch in diesem Herbst in öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates und seiner Fachausschüsse öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.

In Kürze beginnt zudem die heiße Phase der Vorbereitung auf den Christkindmarkt vor der Villa von Issendorff: Bernd Reimers ist ehrenamtlicher Markt-Manager und tritt bürgernah als Weihnachtsmann auf.