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Pro und kontra Windgiganten in Oldendorf

BI-Sprecherin: Melanie Boeker mit der Unterschriften

Anlagenbauer verweist auf Landschaftsschutz-Effekte / Gegner halten Ertragsminderung für zumutbar

tp. Oldendorf. Der Bauausschuss und der Rat der Gemeinde Oldendorf stellen in der kommenden Woche die Weichen für den umstrittenen "Windpark Ost" (Kuhla) mit insgesamt vier modernen Windgiganten à 200 Meter Rotorblatthöhe auf der Stader Geest. Wahrend die Gemeinde Himmelpforten für die auf ihrer Fläche vorgesehenen zwei Generatoren schon grünes Licht gab, steht der Beschluss der Nachbarkommune Oldendorf für ihre beiden Anlagen noch aus. Dort stehen die Interessen von 574 Bürgern, die sich bei einer von der Bürgerinitiative (BI) Blumesiedlung organisierten Unterschriftensammlung für eine Höhenbegrenzung auf 150 Meter aussprachen, und der Bremer Windparkfirma wpd mit einer örtlichen Eigentümergemeinschaft entgegen, die aus Wirtschaftlichkeitsgründen auf der 200-Meter-Lösung beharren.

Wpd-Projektleiter Ekkehard Darge verweist auf den aus seiner Sicht positiven Effekt höherer Mühlen auf den Landschaftsschutz: "Nur zwei Anlagen, Nachtabschaltung der roten Befeuerung und ein gleichmäßiges Landschaftsbild mit den angrenzenden 200-Meter-Anlagen in Himmelpforten, während bei 150-Meter-Begrenzung vier Anlagen kommen, die nachts blinken und zudem mit den höheren Himmelpfortener Anlagen ein uneinheitliches Landschaftsbild abgeben. Viele hätten schon gesagt, sie hätten unter diesen Umständen nicht unterschrieben und wünschten sich lieber nur zwei hohe Generatoren, so Darge.

BI-Sprecherin Melanie Boeker: "Wir akzeptieren das Recht der Eigentümergemeinschaft, mit der Errichtung von Windkraftanlagen die Wirtschaftlichkeit ihrer Höfe zu erhöhen. Wir fordern aber einen Kompromiss zwischen maximalen Verdienstmöglichkeiten und Belastung der Anwohner."
Die mit einem Höhenlimit verbundene, von wpd an einem Info-Abend ins Feld geführte Ertragsminderung von 30 Prozent empfänden die Gegner "als Kompromiss zumutbar", so Boeker. "Zumal bis heute keine erwarteten Ertragseinnahmen offen gelegt wurden."

Der Bauausschuss tagt am Dienstag, 26. Januar, um 18.30 Uhr im Bürgerhaus. Die Entscheidung im Rat fällt dort am Donnerstag, 28. Januar, um 19.15 Uhr.