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Neues Zuhause für das geschichtliche Gedächtnis der Region

Im neuen Magazin (v. li.): Heike Meyer, Rolf Wiese, Marc von Itter, Rainer Rempe und Heiner Schönecke

Frelichtmuseum am Kiekeberg freut sich über großes Magazin / Resümee des vergangenen Jahres

mi. Ehestorf. Das Freilichtmuseum am Kiekeberg blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Auf einer Pressekonferenz präsentierten jetzt Museumsdirektor Rolf Wiese, Geschäftsführer Marc von Itter, Stiftungsratsvorsitzende Heike Meyer, Fördervereinsvorsitzender Heiner Schönecke und Landrat Rainer Rempe nicht nur Zahlen und Highlights aus den vergangenen Jahren, sondern auch das neue Magazin des Museums. „Das Magazin ist für uns ein wirklicher Glücksfall“, sagte Museumsleiter Rolf Wiese. Endlich könne das Museum einen großen Teil seiner rund 58.000 Sammelobjekte in Museumsnähe zentralisieren.
Was das bedeutet, zeigt eine kleine Führung. Zwei Hallen voll mit historischen Möbeln, Gebrauchsgegenständen und Fahrzeugen. Der erste Eindruck erinnert an einen riesigen, chaotischen Flohmarkt. Doch der Überblick ist gesichert: „Alle Exponate sind nummeriert und systematisch in einem EDV-Findbuch erfasst“, erklärt dazu Rolf Wiese. Dazu gehören auch echte Kuriositäten wie ein, aufgrund Pontons, schwimmfähiger Traktor. „Damit wurden früher Entwässerungsgräben gebaut“, erklärt der Museumsdirektor. Auch die erste Einbauküche des Landkreises zählt zu den Schätzen, genauso wie eine hölzerne Eismaschine italienischer Einwanderer.
Im neuen Magazin werden alle diese Exponate sicher für die Nachwelt aufbewahrt. Das sei übrigens immer schwieriger. Grund: Jüngere Exponate, zum Beispiel Möbel, hätten eine viel geringere Lebensdauer als ihre älteren Pendants, so Rolf Wiese.
Neben Interessantem aus der Vergangenheit präsentierten die „Kiekeberger“ auch Zahlen aus 2014. Insgesamt zählte das Museum ohne Außenstellen 192.000 Besucher und damit 7.000 mehr als 2013. Mit Außenstellen waren es sogar 213.000 Besucher. Auch die Stiftung stehe gut dar, sagte Stiftungsratsvorsitzende Heike Meyer. Besonders erfreulich: Bei der gemeinsam mit Edeka durchgeführten Pfandbon-Aktion kamen über 40.000 Euro zusammen.
Museumsdirektor Rolf Wiese zog ein Resümee aus der Museumsarbeit. Besonders hob Wiese die beiden erfolgreichen Ausstellungen „Der Apfel - Kultur mit Stil“ und „Weihnachten im Ersten Weltkrieg“ hervor. Forschungsschwerpunkte setzte das Museum in der Nachkriegsgeschichte des Landkreises und der Geschichte des „Spielens“. Für Letzteres werde derzeit eine neue Ausstellung konzipiert. Auch 2014 erhielt das Museum außerdem wieder verschiedene Auszeichnungen, darunter das renommierte Museumssiegel.
Heiner Schönecke, Vorsitzender des Fördervereins, freute sich vor allem, dass der Verein in 2014 die magische 10.000er Marke bei den Mitgliedern geknackt hat. Und noch eine Zahl zeige die wichtige Funktion des Vereins: „Seit seinem Bestehen haben die Mitglieder rund 240.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit in das Museum investiert“, erklärte Schönecke. Aktuell unterstützten die Förderer das Museum mit rund 121.500 Euro bei der Anschaffung eines Regalsystems für das neue Magazin.