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Ernährungstipp: Chicoree-Kolben lieben es dunkel

Karin Maring ist Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Foto: FLMK)
(nw). Karin Maring (58), Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für die WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Chicoree: Die Saison für Wintergemüse geht zu Ende und wir freuen uns auf Frisches. Jetzt ist zartes, gesundes Blattgemüse eine gute Wahl: Ein Chicoree-Kolben hat nur etwa 20 Kalorien und enthält viele Mineral- und Bitterstoffe, die sich positiv auf die Verdauung auswirken.
Belgische Bauern entdeckten Mitte des 19. Jahrhunderts, dass Zichorienwurzeln bei dunkler Lagerung blasse, essbare Triebe bildeten. Die Wurzeln wurden derzeit nur als Kaffeeersatz genutzt. Heute treiben die Chicoree-Kolben bei absoluter Dunkelheit senkrecht stehend in Kisten. Vor dem Verkauf wird die Wurzel von der knackigen Knospe abgeschnitten und diese am besten bis zur Verarbeitung vor Sonnenlicht geschützt. Die Grünfärbung der Blattteile und der damit verbundene bittere Anteil werden so verringert. Der Kern ist bei neuen Züchtungen so mild, dass der Spross komplett essbar ist. Die angebotsstärkste Zeit ist der Winter, obwohl ganzjährig produziert werden kann.
Während die Deutschen Chicoree gerne als Salat essen, wird er überall auf der Welt als Gemüse zubereitet.
Probier-Tipp: Von den Kolben (1-2 pro Person) äußere welke Blätter entfernen und der Länge nach durchschneiden. Etwas Olivenöl im Topf erhitzen, das Gemüse mit der Schnittseite darauf legen, salzen, pfeffern und nach dem Anbräunen den Topfdeckel auflegen. Auf kleiner Stufe im eigenen Saft oder mit wenig Wasser etwa 5 Minuten garen. Mit geraspeltem Käse überstreut anbieten. Guten Appetit!