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Feuerwehr: Zahl der Einsätze steigt drastisch

Fataler Unfall im Januar 2017 auf der A1 bei Fleestedt. In 611 Fällen haben Seevetaler Feuerwehren in dem Jahr technische Hilfe geleistet (Foto: Köhlbrandt)

Im Jahr 2017 haben die Seevetaler Ortswehren 1026 Einsätze bewältigt - mehr als nie zuvo

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ts. Seevetal. So viele Einsätze wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte haben die 14 Ortswehren der Gemeinde Seevetal im Jahr 2017 absolviert. Die Zahl der Einsätze hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 514 auf 1026 nahezu verdoppelt. Wesentlicher Grund dafür waren mehrere Stürme, die Schäden verursacht haben. Das geht aus dem Jahresbericht von Gemeindebrandmeister Rainer Wendt hervor.
Feuerwehr aktuell
Trotz der drastisch gestiegenen Einsatzzahl seien die Feuerwehrleute nicht unzumutbar belastet gewesen. "Wir haben die Möglichkeit, Einsatzkräfte auszutauschen", sagte Feuerwehrsprecher Matthias Köhlbrandt. Das sei an drei bis vier außerordentlich starken Sturmtagen der Fall gewesen. 600 ehrenamtliche Feuerwehrleute verrichten in den 14 Ortswehren Seevetals den Dienst, das sind neun mehr als im Vorjahr.
36 Menschen haben die Feuerwehren in Seevetal im vergangenen Jahr aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Für acht Menschen sei jede Hilfe zu spät gekommen, sie sind gestorben. Zwei Tieren haben die Feuerwehrleute das Leben gerettet.
Sprunghaft angestiegen sind die Alarmierungen zu Löscharbeiten wie auch die sogenannten technischen Hilfeleistungen. Im Feuerwehrjargon sind das Szenarien wie das Retten von eingeklemmten Menschen nach Verkehrsunfallen, die Beseitigung von Ölspuren oder Hilfe bei Überschwemmungen.
Am häufigsten beschäftigt haben die Feuerwehren die technischen Hilfeleistungen. In 611 Fällen kam es dazu im Jahr 2017, das sind 277 Hilfeleistungseinsätze mehr als im Vorjahr. Bei 60 Einsätzen haben die Feuerwehren Brände gelöscht, damit stieg die Zahl der Brandeinsätze um 14 im Vergleich zum Vorjahr an.
Ärgerlich: Die Zahl der Fehlalarme hat zugenommen: In 56 Fällen sind Feuerwehren in Seevetal grundlos ausgerückt, das sind 16 mehr als im Vorjahr. Rainer Wendt erklärt das mit der gestiegenden Zahl von Rauchwarnmeldern in den privaten Haushalten.
Auf die stark gestiegende Zahl von Einsätzen bei Stürmen hat die Feuerwehr mit der Intensivierung ihrer Ausbildung reagiert. Seit dem vergangenen Winter üben die Retter mit Hilfe eines Baumbiegesimulators. Mit diesem Gerät gelingt es, Baumstämme künstlich unter unter Spannung zu setzen. So können Feuerwehrleute das Sägen unter Orkanbedingungen simulieren.