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Ein Kunstschatz für die Stadt Stade

Dr. Arnd Siegel (Foto: tp)
Dr. Arnd Siegel stellt wertvolle Gemäldesammlung als Dauerleihgabe zur Verfügung /
tp. Stade. Als Gründer der „Kleio-Stiftung zur Erhaltung von Kulturwerten“ ist der Arzt im Ruhestand, Dr. Arnd Siegel (79), in Stade bekannt. Nun stellt der Kunstfreund der Stadt seine private Gemäldesammlung als Dauerleihgabe zur Verfügung. Laut Vertrag zwischen Stadt, Museumsverein und Stiftung, den Siegel mit Bürgermeisterin Silvia Nieber kürzlich unterzeichnete, sollen die rund 90 Exponate mindestens zwei Jahrzehnte in Stade bleiben.

Witwer Arnd Siegel, der inzwischen in Hamburg wohnt, wuchs in Stade auf. Viele Mitglieder der renommierten Ärzte- und Klavierfabrikanten-Dynastie Siegel ruhen auf dem Horst-Friedhof. Auch seine verstorbene Ehefrau Dr. Erika Siegel (68†), mit der Dr. Arnd Siegel die „Kleio-Stiftung“ gründete. Eines Tages wird der Nachlass des kinderlosen Ehepaares der Stiftung zufließen.

Gemeinsam bauten die Eheleute ab den 1980er Jahren die Sammlung von Bildern, die vornehmlich aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen, auf. Die Werke von renommierten Künstlern wie Emil Nolde, Marc Chagall oder Ernst Ludwig Kirchner haben einen Versicherungswert von rund fünf Millionen Euro. Sie wurden in Zusammenarbeit mit einem Berater auf Auktionen ersteigert.

Die Sammlung gab es bereits vor sechs Jahren unter dem Titel „Dialog mit der Moderne“ im Kunsthaus Wasser West zu sehnen. Laut Vertrag sollen die dem Stader Museumsverein zur Verfügung gestellten Werke immer wieder ausgestellt werden und dürfen dazu an andere Kunststätten verliehen werden. Die Stadt lagert die Sammlung klimatisiert und gesichert in einem speziellen Regal- und Hängesystem, das in Kürze mit 2.000 Euro aus der „Kleio-Stiftung“ angeschafft wird.

Dr. Siegel sagt: "Es ist mein Wunsch, dass zumindest eine Auswahl der Bilder zwei Mal innerhalb von zehn Jahren ausgestellt wird. Um im Archiv zu verschwinden, sind sie viel zu schade."

"Begeistert" über die großzügige Leihgabe ist Bürgermeisterin Silvia Nieber. "Ein Kompliment", mit dem Dr. Arnd Siegel seinen starken Bezug zur Stadt ausdrücke. Für die Stadt sei es daher eine Verpflichtung, die Sammlung mit Ausstellungen lebendig zu halten.