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"Eiserne Angelika" zieht um

Vor dem Hanomag-Feuerwehrflitzer im Stader Technikmuseum (v. li.) : Edmund Hänel, Dieter Görg, Bernd Lange und Walter Müller

Exponate des Technikmuseums auf dem Weg nach Hannover


tp. Stade. Den Vorstandmitgliedern des Trägervereins des Stader Technik- und Verkehrsmuseums merkte man den Trennungsschmerz an. Nervlich spürbar aufgerieben gaben sie am vergangenen Montag die ersten Exponate ihrer riesigen Sammlung zum Umzug nach Hannover frei.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, hatte die Stadt die städtische Halle an der Freiburger Straße vor einigen Wochen zwangsräumen lassen. Das Areal soll verkauft und mit einem Gewerbeobjekt bebaut werden. Durch einen glücklichen Zufall fand sich kürzlich in der Landeshauptstadt ein Abnehmer für die aus tausenden Exponaten bestehende, in mehreren Jahrzehnten aufgebaute Sammlung. Der Förderverein der "Eilers Werke - Mobile Welten" in Hannover übernimmt die komplette Sammlung. Der Erste Vorsitzende des "Eilers"-Fördervereins, Bernd Lange, und der Umzugskoordinator Dieter Görg aus Hannover nahmen am Montag gemeinsam mit den Chefs des Stader Museumsvereins, Walter Müller und Edmund Hänel, die teils exklusiven Ausstellungsstücke in Augenschein. Zu den "Perlen" der Stader Sammlung zählt laut Bernd Lange das Segelflugzeug "Rhönlerche" mit 13 Metern Spannweite, ein betagtes Feuerwehrauto (Baujahr 1966) des Herstellers Hanomag aus Hannover und die Lokomobile "Angelika". Die eiserne fahrbare Dampfmaschine (Baujahr 1922) bringt stolze fünf Tonne auf die Waage.
Nach Schätzung von Bernd Lange dauert der Umzug rund drei Wochen. Die Zeit drängt, denn schon Anfang Mai wird auf dem Gelände der ehemaligen "Stahlwerke Louis Eilers" und in der "Eilers-Halle" in Hannover das neue Erlebnis-Museum mit einer Ausstellung zu Wissenschaft, Gewerbe und Handel eröffnet.