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Preis-Explosion bei Fahrradboxen

Deutlich mehr Geld verlangt die Stadt Stade plötzlich für die Nutzung der Fahrradboxen am Bahnhof

Nutzer verärgert: Stellplätze kosten jetzt 50 statt 20 Euro pro Jahr


tp. Stade. Verärgert reagieren mehrere Nutzer auf die wie eine Preis-Explosion anmutende Mieterhöhung für die Fahrrad-Stellboxen am Bahnhof in Stade. Die Stadtverwaltung ließ den Mietpreis für die vergitterten Rad-Garagen per Ratsbeschluss zum Jahresanfang von 20 auf 50 Euro erhöhen. Als Begründung verweist die Stadt auf steigende Instandhaltungs- und Bewirtschaftungskosten.
"Unverschämt!", schimpft WOCHENBLATT-Leser Jans Schlichting. "Grundsätzlich wird natürlich alles teurer", sagt Fahrradbox-Kundin Doris Preiß, "doch hier bleibt mir die Spucke weg." Nach Preiß' Beobachtung wurden Instandsetzungsarbeiten "nie sichtbar durchgeführt". Sie hat ein Beschwerdeschreiben an die Stadt geschickt.
Tatsächlich sollen die Mieteinnahmen in die Reinigung und Reparatur der Boxen investiert werden, sagt Stades Erster Stadtrat Dirk Kraska auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Überdies erhoffe sich die Verwaltung künftig mehr Wertschätzung und eine dem Zweck entsprechende Nutzung. Denn viele Boxen stünden leer oder sie würden als Abstellplatz für Fahrradwracks und Schutt benutzt, so Kraska weiter.
Unterdessen räumt der Erste Stadtrat einen taktischen Fehler ein: "Der Preisanstieg ist mit 150 Prozent signifikant hoch." Statt auf einmal hätte die Stadt den Preis über mehrere Jahre hinweg erhöhen sollen. Den Nutzungspreis hält Kraska jedoch für angemessen. Die Stadt verdiene damit kein Geld.
• Alle 260 Boxen sind vermietet. Fast 70 Interessenten stehen auf der Warteliste.