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Tote Taube am Strang

Die strangulierte Taube hängt an einem dünnen Faden

Vogel-Martyrium in der Ekel-Gasse / Ordnungsamt Stade setzt Hauseigentümer Frist

tp. Stade. Dieser Anblick erschüttert Tierfreunde: In einem dunklen Häuserspalt an der Steilen Straße in der Altstadt von Stade hängt eine tote Taube wie an einem Galgen. Um den Kadaver tummeln sich Artgenossen. Hintergrund des Vogel-Martyriums ist wohl ein misslungener Versuch, Wildtauben mit einem Netz von dem Gebäude fernzuhalten. Das Tier hatte sich offenbar in einem Faden verheddert und ist qualvoll verendet.

Das Netz war allem Anschein nach schon vor längerer Zeit über die schmale Brandgasse gespannt worden. Das Geflecht ist inzwischen kaputt, sodass sich dort eine größere Gruppe Stadttauben ansiedeln konnte. Durch den Kot der Tiere ist die Mauerlücke stark verschmutzt. In der Ekel-Gasse stinkt es erbärmlich. Nach Zeugenbeobachtungen sollen sich an dem Netz schon mehrfach Tauben stranguliert haben.

Um den Fall kümmert sich nun das Ordnungsamt der Stadt. Nach Angaben einer Sprecherin hat die Behörde den betreffenden Hauseigentümer aufgefordert, die Sache in Ordnung zu bringen. Dazu hat ihm das Amt eine Frist gesetzt.

Laut der Ordnungsamtssprecherin ist die Wildtauben-Population seit Jahren stabil. Um Dreck und Gebäudeschäden durch den aggressiven Taubenkot zu vermeiden, greift die Stadt an ihren kommunalen Gebäuden zu Vergrämungs-Mitteln: Unter anderem wurden an Dächern und Fensterbänken Metallstachel angebracht. Zudem herrscht im Stadtgebiet ein Fütterungsverbot. Für den Schutz von Privatgebäuden sind die Hauseigentümer selbst verantwortlich.