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Unterschlupf für "Flattermänner"

Fledermaus-Quartier: Janette Hagedoorn-Schüch zeigt den flachen Hohlraum hinter einer verschließbaren Klappe zwischen zwei Dachsparren

Viel ungenutzter Lebensraum für Fledermäuse unter Stader Altstadt-Dächern


tp. Stade. Fledermäuse sind in der Stader Altstadt selten geworden: "Doch jeder kann etwas zum Schutz der Tiere tun", sagt Janette Hagedoorn-Schüch, Öffentlichkeits-Mitarbeiterin des Naturschutzamtes des Landkreises. Die Behörde hat vorgemacht, wie es geht: Unter dem Dach des Backstein-Baus, Am Sande 4, wurde ein Refugium für "Flattermänner" geschaffen.
Bei der Dachsanierung des Amtsgebäudes bohrten Handwerker besenstieldicke Löcher in zwei Dachpfannen, durch die die Fledermäuse ins Gebäudeinnere gelangen können. Die Durchlässe führen jeweils in einen einfachen Holzkasten unter der Dachschräge. "In den flachen Boxen können sich die Fledermäuse tagsüber für die nächtliche Jagd ausruhen", sagt Janette Hagedoorn-Schüch." Die Umweltbehörde hofft auf viele Nachahmer.
Laut dem Fledermaus-Experten Dr. Wolfgang Kurtze (65) bieten die Häuser in der Stader Altstadt noch reichlich Platz für viele weitere Fledermaus-Refugien. Der Naturschützer hofft, dass sich durch die Maßnahmen der Bestand erholt. Nach Kurtzes Schätzungen leben in der Stader Altstadt etwa 20 Abendsegler, 50 Breitflügel- und knapp 150 Zwergfledermäuse.
• Für seine Vorbild-Aktion erhielt das Umweltamt vom Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kreisverband Stade, die Plakette "Fledermausfreundliches Haus".