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"Kein Geld für Großprojekt A20"

Bereits im Februar demonstrierten Autobahnkritiker vor dem Kreishaus. Unter anderem wurde ein Transparent mit der Aufschrift "Kostenlüge" gezeigt

Kritiker hegen Zweifel an Finanzierbarkeit der "Küstenautobahn"

tp. Stade. Ist die geplante "Küstenautobahn" A20 (früher "A22"), die quer durch den Landkreis Stade verlaufen soll, überhaupt bezahlbar? Zweifel an der Finanzierbarkeit des Mega-Verkehrsprojektes hegt der "Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A20/A22" um Sprecher Uwe Schmidt.
Dabei berufen sich die A20-Gegner auf die Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion. Demnach belaufe sich der Finanzierungsbedarf ab 2013 für alle Bundesfernstraßenprojekte des „vordringlichen Bedarfs“ und des „weiteren Bedarfs mit Planungsrecht“ auf insgesamt 51,7 Milliarden Euro. In diesem Jahr seien für Bundesfernstraßenprojekte des vordringlichen Bedarfs 1,27 Milliarden Euro bereitgestellt. Im kommenden Jahr seien es 730 Millionen Euro. Für 2015 und 2016 gehe die Finanzplanung von jeweils knapp 500 Millionen Euro aus. Daraus ergeben sich nach Berechnungen des Koordinationskreises im Durchschnitt rund 750 Millionen Euro pro Jahr an Finanzmitteln für Projekte des vordringlichen Bedarfs.
Knapp 70 Jahre würde es demnach dauern, bis die in den Bundesverkehrswegeplan eingestellten Projekte „abgearbeitet“ wären. Projekte des weiteren Bedarfs, darunter die A20, stünden dabei nach Annahme der A20-Kritiker "mit Sicherheit nicht an erster Stelle".
• Bereits im Februar - bei der "Regionalkonferenz Küstenautobahn" im Kreishaus in Stade - protestierte ein breites Bündnis aus Autobahngegnern gegen das aus ihrer Sicht zu teure Bauvorhaben (das WOCHENBLATT berichtete).