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Revival der Schrebergärten in Stade

Gerd und Anja Hinck in ihrem Schrebergarten der Bahnwirtschaft
 
Kleingartenparzellen im Altländer Viertel in Stade

Günstiges Grün: Nachfrage-Boom bei Parzellen / Freie Flächen im Altländer Viertel


tp. Stade.
Die Freizeit auf einer Parzelle zu verbringen, ist wieder in: Nachdem Laubenpieper längere Zeit als ein bisschen spießig galten, ist der eigene Schrebergarten jetzt wieder schick, wie Beispiele aus Stade und der Nachbarstadt Buxtehude zeigen. In Stade ist man derzeit auf Expansionskurs: Im Multi-Kulti-Stadtteil Altländer Viertel wurden dieses Jahr 21 neue Kleingartengrundstücke freigegeben. In Buxtehude gibt es lange Wartelisten für eines der beliebten „grünen Rechtecke“.

Über die je 50 Quadratmeter großen Minigärten an der Cranzer Straße im Altländer Viertel führt der Stadtteilverein Regie. Das öffentlich geförderte Projekt „Gärtnern im Quartier“ sei gut angelaufen, sagt der Stadtteil-Ansprechpartner und Ratsherr Nasir Rajput. Nachdem die Anlage im Frühling ausgebucht war, sind nun im Herbst aber acht der Blumen- und Gemüsebeet wieder frei. Rajput nennt Umzüge und berufliche Veränderungen der Pächter als Gründe dafür. Für zwölf Euro Pacht pro Jahr plus monatlich fünf Euro für Strom und Instandhaltung können sich Hobby-Gärtner um eine Parzelle bewerben. Im kommenden Jahr sollen die Gärten mit Kompost-Tonnen und Gartenhäuschen ausgestattet werden. Angesichts der internationalen Vielfalt der Kleingärtner - vom Pakistani bis zum Deutschen - spricht Nasir Rajput von einem „erfolgreichen Integrationsprojekt“. Im kommenden Jahr soll ein Sommerfest gefeiert werden.

Im Stadtteil Campe gehören die Schrebergärten dem Stader Gärtnerverein der Bahn-Landwirtschaft Hamburg, die in Stade sieben Hektar Grün besitzt. In Stade seien alle Parzellen belegt, sagt Bahn-Landwirtschafts-Kassiererin Ilona Jansen, und ergänzt: „Schrebergärten sind wieder angesagt, besonders bei jungen Familien mit Kindern.“ Der Stader Vorsitzende Gerd Hinck, der mit seiner Ehefrau Anja den Großteil seiner Freizeit in seiner grünen Oase verbringt, berichtet stolz von einem Schrebergarten-Revival: „Unsere Parzellen sind heiß begehrt.“ Bei günstigen Kosten von rund 50 Euro pro Jahr für ein etwa 150-Quadratmeter großes Grundstück gebe es lange Wartelisten, obwohl aufgrund eines Generationenwechsels gerade einige der 21 Parzellen frei geworden sind.

In Stade existieren insgesamt sieben eingetragene Kleingartenvereine, die sich eigenständig verwalten. Die Vereine haben städtische Flächen gepachtet. Parzellengrößen und Preise werden von den Vereinen gestaltet.

Die Stadt verwaltet ein eigenes Areal im Benedixland mit 38 Parzellen zwischen 400 und 600 Quadratmetern Größe. Der Pachtpreis pro Parzelle liegt zur Zeit zwischen 50 und 70 Euro im Jahr. Die Schrebergärten im Benedixland werden von einer Mitarbeiterin der Stadt kontrolliert. Bei Vernachlässigung droht die Kündigung des Pachtvertrages, was ganz selten vorkommt. In der Regel werden die blühenden Kleinode mit Hingabe gehegt und gepflegt.
Auch in Buxtehude boomen die Schrebergärten: Bei der Stadt stehen etliche Bewerber auf der Warteliste für ein günstiges Gartenstück in den die sogenannten „Grabeland-Anlagen“.

• Interessenten für städtische Kleingarten-Parzellen können sich bei der Stadt Stade unter Tel. 04141 - 401305 (Benedixland) und unter Tel. 04141 - 401320 (Altländer Viertel) melden. Kontakt zur Bahn-Landwirtschaft Hamburg per E-Mail: bahn-landwirtschaft@hamburg.de.