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"Highlights von europäischem Rang"

Museumsdirektor Dr. Sebastian Möllers an einer "Zeit-Insel", die über die steinzeitliche Jäger-Kultur informiert

Schwedenspeicher-Restaurierung abgeschlossen: Schätze der archäologischen Sammlung jetzt modern inszeniert

tp. Stade. Nachbarstädte wie Buxtehude wünschen sich ein Vorzeige-Museum wie den Schwedenspeicher in Stade: Die Einrichtung am besten Platz der Stadt, dem historischen Hafen, wurde jetzt in einem großen Sanierungsschritt für 1,3 Millionen Euro umfassend umgebaut. Eine halbe Million Euro davon floss in die Modernisierung der ur- und frühgeschichtlichen Abteilung, die am Sonntag von der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, vor Gästen aus Politik und Gesellschaft feierlich eröffnet wurde.
"Sieben Monate Umbau auf vier Etagen im laufenden Betrieb, das war eine große Herausforderung", sagte Museumsdirektor Dr. Sebastioan Möllers bei einer Pressekonferenz und blickte stolz auf die "einzigartige neue archäologische Dauerausstellung mit Highlights von europäischem Rang".

Anders als in der alten Präsentation mit dreidimensionalen Modellen (Dioramen) von Landschaften, in denen die Exponate nicht so gut zur Geltung kamen, stehen jetzt die Ausstellungsstücke zu 100 Prozent im Mittelpunkt. Viele der historischen Gegenstände stechen laut Kurator Herwig Kenzler durch ihre "besondere Ästhetik" hervor.

Schätze der Stader Sammlung wie die Flintdolche von Wiepenkathen (ca. 2.000 v. Chr.), die schweren Stader Bronzeräder (um 1.000 v. Chr.) und der schlicht-schöne Goldarmring von Himmelpforten (ca. 3.000 v. Chr.) werden auf sechs farbigen Zeitinseln in Szene gesetzt. Die nach Epochen gegliederten Erlebnis- und Informationsbereiche wurden von den auf zeitgemäße Museumsgestaltung spezialisierten Architekten des Berliner Neo-Studios entworfen und in den historischen Speicherräumen im dritten Geschoss des alten Stader Hafenspeichers eingebaut. Das Neo-Studio war als Sieger aus einem vom Museum gestarteten Gestaltungswettbewerb hervorgegangen.

Architektin Sümeyye Subasi, die bei dem Projekt die Federführung hatte, und ihrem Team ist es gelungen, durch reduzierte Möblierung mit flachen Einrichtungsgegenstände den Blick auf die ehemals weitgehend zugebaute Museumsetage wieder freizulegen. Besondere Merkmale der mehrere hundert Jahre alten Lager-Etage sind schwere Eichenständer und -balken sowie niedrige Decken.
Auf den "Zeit-Inseln" gibt es auch für Kinder Spannendes zu entdecken: Sie können in die Ausstellungsmöbel kriechen, die im Inneren Steinzeithöhlen oder Großsteingräbern nachempfunden sind.

Ein musuemspädagogischer Arbeitsbereich, Bildschirme zur Multi-Media-Präsentation geschichtlichen Wissens und ein Info-Terminal mit diversen Computern ergänzen das neue Angebot.

Die Museums-Umgestaltung, zu der der Einbau einer modernen Bibliothek, neuer Sanitäranlagen und die Modernisierung der Büros gehörte, wurde von der Europäischen Union aus dem Fonds für Regionale Entwicklung und von der Stadt Stade finanziert.
http://www.museen-stade.de.