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Wie ein Fünfer im Lotto mit Zusatzzahl

Frank Wilshusen geht zum Monatsende in den Ruhestand

Frank Wilshusen, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Wohnstätte Stade, in den Ruhestand verabschiedet

sb. Stade. Vergleichbar mit "einem Fünfer im Lotto mit Zusatzzahl" wurde Frank Wilshusen (63) am Dienstag bei seiner offiziellen Verabschiedung bezeichnet. Der langjährige Geschäftsführer der Wohnstätte Stade sowie Vorstandsmitglied der Genossenschaft wurde mit einem großen Festakt im Stader Rathaus gefeiert, bevor er sich Ende des Monats in den Ruhestand zurückzieht. Zwischen den Gängen des Festmenüs erzählten Weggefährten in lockeren Gesprächsrunden von ihrer Zeit mit "Fränki".

Jung, mit blonden Locken und immer höchst korrekt gekleidet - so trat Frank Wilshusen, der bei Hildesheim geboren wurde und in Bremen aufwuchs, im Jahr 1994 seinen Dienst als Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft "Wohnstätte Stade" an. "Fränki", wie er von Freunden und guten Geschäftspartnern genannt wurde, entpuppte sich als cleverer Immobilienfachmann, der sehr umsichtig die Verantwortung für den großen Wohnungsbestand der Genossenschaft übernahm. In den ersten zehn Jahren seiner Amtszeit investierte er schwerpunktmäßig in die klassische Modernisierung der z.T. veralteten Immobilien. Später zeigte er sich auch innovativ, setzte auf erneuerbare Energien, z.B. auf Biothermie und und Hackschnitzel-Heizungsanlagen sowie auf Blockheizkraftwerke, die neben Wärme auch Strom erzeugen. Neue Immobilien wurden geschickt in den alten Bestand integriert. Hinzu kamen spannende Wohnprojekte wie "Ganz anders gemeinsam altern", kurz "Gaga", in der Jahnstraße.

Der Wohnungsbestand blieb unter Frank Wilshusens Führung relativ konstant. Neben der Wohnqualität verbesserte er jedoch erheblich die Bilanz des Unternehmens. So stieg die Bilanzsumme von 70 Millionen Euro im Jahr 1994 auf 120 Millionen Euro im Jahr 2013. Das Eigenkapital wurde in diesem Zeitraum von 11 Millionen Euro auf 27 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Trotz seines beruflichen Erfolges ist Frank Wilshusen stets auf dem Boden der Tatsachen geblieben. Bei besonderen Schicksalen besuchte er die Mieter persönlich, zu seiner Mitarbeiterschaft hatte er einen engen Draht und galt als "Chef zum Anfassen". Dabei hatte der Geschäftsvorstand stets einen klaren Kompass im Kopf und wusste genau, was er wollte.

Nach 47 Arbeitsjahren freut sich der 63-Jährige jetzt auf mehr Zeit für sich und seine Frau. Die beiden Wohnmobilisten planen für die Zukunft ausgiebige Reisen nach Großbritannien und Skandinavien. Zudem bleibt mehr Zeit für Hobbys wie Lesen und Fotografieren - und vielleicht für einen Englischkursus an der Volkshochschule.