Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wohnquartier in Hahle unter den Top Ten

 
Das Kraftwerk in Hahle - hier noch im Rohbau - soll 550 Haushalte im Stadtteil versorgen

Projekt der Wohnstätte Stade für "GreenTec Awards" nominiert

sb. Stade. "Wir sind sehr stolz, unter den zehn Nominierten zu sein", sagt Dr. Christian Pape, Geschäftsführer der Wohnstätte Stade. Die Wohnungsbau-Genossenschaft ist mit ihrem Projekt "Hahler Höhe" für den "GreenTec Awards" in der Kategorie "Bauen und Wohnen" nominiert. Der "GreenTec Awards" ist Europas größter Umwelt- und Wirtschaftspreis mit dem Ziel, ökologisches und ökonomisches Engagement sowie Technologiebegeisterung zu fördern.

Zum Projekt: Die Wohnstätte Stade baut derzeit im Stader Stadtteil Hahle vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 68 Wohnungen. Gleichzeitig errichtet die Genossenschaft dort ein Holzhackschnitzel-Kraftwerk, das ab Dezember 550 Wohnungen im Stadtteil mit regenerativer Wärmeenergie versorgt. Zusätzlich haben rund 100 Haushalte die Möglichkeit, im Kraftwerk erzeugten Strom zu beziehen. Insgesamt investiert die Wohnstätte Stade in Hahle rund 14 Millionen Euro. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um den Stadtteil Hahle zu Energiequartier weiterzuentwickeln", sagt Dr. Christian Pape.

Seit Juni ist Dr. Christian Pape (36) Geschäftsführer der Wohnstätte Stade. Geboren und aufgewachsen in Stade und in Ohrensen bei Harsefeld, absolvierte er nach dem Abitur eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann mit begleitendem Betriebswirtschafts-Studium beim Baustoffhändler Heinssen in Horneburg. "Das war mein erster Kontakt mit der Baubranche", sagt Pape. "Damals wusste ich jedoch noch nicht, dass mich mein Weg in die Immobilienwelt führen würde."

Nach seiner Ausbildung sammelte Pape Berufserfahrung bei Immobilienunternehmen in Hamburg, darunter das Wohnungsbauunternehmen "Saga" und die städtische "Schulbau Hamburg" (SBH). Dann zog es den Fachmann, der inzwischen in Selsingen (Landkreis Rotenburg/Wümme) eine Familie gegründet hatte, jedoch wieder in den ländlichen Raum. Diesen Sommer trat er bei der Wohnstätte Stade als Geschäftsführer die Nachfolge von Frank Wilshusen an. "Mir gefällt an meinem neuen Arbeitsplatz die Nähe zum Kunden", sagt Pape. Am Anfang hätte er es noch ungewöhnlich gefunden, auf der Straße von Mietern und Mitgliedern der Genossenschaft angesprochen zu werden. "Inzwischen sind das für mich liebgewonnene Alltags-Situationen", sagt er.

Mit Hamburg verbindet Dr. Christian Pape nach wie vor sein Engagement für den Verein "Bildungslandschaft Elbinseln". "Während meiner Tätigkeit in Hamburg war ich unter anderem intensiv im Stadtteil Wilhelmsburg beschäftigt und habe mich dort auch mit den Bildungsproblemen auseinander gesetzt", sagt er. "Mit dem Verein versuchen wir, einen kleinen Beitrag zu leisten, die Bildungschancen der Kinder auf den Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel zu verbessern."

Als großes Ziel der Wohnstätte Stade sieht der neue Geschäftsführer die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. "Das betrifft die ältere Generation genauso wie junge Leute in der Ausbildung und Studenten", sagt er. Aufgrund des demografischen Wandels seien kleinere und seniorengerechte Wohnungen immer stärker nachgefragt. "Die Nachfrage lässt sich jedoch nicht nur durch Neubauten befriedigen", sagt der Fachmann. Deshalb müsse auch verstärkt in die Umgestaltung von Altbauten investiert werden. Hierfür nutzt die Wohnstätte Stade u.a. Förderungen von Bund und Land.

• WOCHENBLATT-Leser können beim "GreenTec Awards" online für die Wohnstätte Stade stimmen: www.greentec-awards.com/wettbewerb/online-voting-2015.html