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Tarmstedter Ausstellung: Schaufenster der Landwirtschaft eröffnet

800 Ehrengäste fanden sich auf der offiziellen Eröffnungsfeier ein (Foto: oh)

800 Ehrengäste auf der offiziellen Eröffnungsfeier – Festredner Dr. Josef Schwaiger: „Wachstumschancen am Milchmarkt nutzen“ – Landwirtschaftsminister Christian Meyer: „Moderne Landwirtschaft im Einklang mit der Natur“


(bc/nw). „Niedersachsen ist Agrarland Nr. 1 und soll es bleiben“, sagte Christian Meyer, niedersächsischer Landwirtschaftsminister, auf der Eröffnungsfeier der 66. Tarmstedter Ausstellung. Auf der Veranstaltung im großen Festzelt, an der rund 800 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und dem ländlichen Raum teilnahmen, war eine rundherum optimistische Stimmung zu spüren.

Zuversichtlich, dass die Herausforderungen in der Landwirtschaft gut gemeistert werden, nannte Meyer Tarmstedt als „Mekka der norddeutschen Landwirtschaft“. Wenngleich sich der gesellschaftliche Rahmen ändere, dürfe nicht vergessen werden, dass die „bäuerlichen Familien das Fundament der Landwirtschaft sind.“ Als Stätte des ehrlichen Dialogs zwischen Landwirten, Technik und Verbrauchern komme der Tarmstedter Ausstellung eine besondere Bedeutung zu. Ziel sei es, dass die moderne Landwirtschaft im Einklang mit der Natur stattfinde und gesellschaftlich akzeptiert werde.

Zu den Perspektiven der Milchwirtschaft nach Abschaffung der Milchquote im kommenden Frühjahr sprach der Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Milchkontors (DMK), Dr. Josef Schwaiger, in seiner Festrede. Er wies auf einen starken Anstieg der zu verarbeitenden Milchmenge in den nächsten Jahren hin. „Die Nachfrage wächst schneller als das Angebot“, berichtete Schwaiger. In Asien steige der Pro-Kopf-Verbrauch in den nächsten Jahren um 20 Prozent. Hinzu komme, dass in vielen Schwellenländern die eigene Landwirtschaft den Milchbedarf seiner Bevölkerung nicht decken könne. „Der Aufbau von zusätzlichen Milchverarbeitungskapazitäten kostet Zeit und Geld, doch die Wachstumschancen sollten und müssen wir nutzen“, so Schwaiger.

Dirk Gieschen, Geschäftsführer der Ausstellungs-GmbH, unterstrich, dass die Landwirtschaft und auch die Tarmstedter Ausstellung nicht zu unterschätzende Wirtschaftsfaktoren seien. „Die Freiluftausstellung ist in dieser Dimension in Deutschland einmalig“, sagte Gieschen. Als ein Schaufenster für neueste Trends und Informationen sei die Ausstellung gleichzeitig ein Ort, an dem Landwirtschaft und Verbraucher sich begegnen und austauschen können.

Die Tarmstedter Ausstellung hat ihre Tore bis kommenden Montag jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellungsleitung erwartet bis zu 100.000 Besucher, die sich für die Bereiche Landwirtschaft, Landtechnik, Familie und Freizeit interessieren.