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Trotz warmen Winters - Landkreis musste bereits Salz nachordern

Winterdienst im Einsatz: In diesen Jahr schneite es zwar weniger dennoch rückten die Streufahrzeuge schon rund 50 Mal aus

Überfrierende Nässe hielt die Streudienste in Atem / Planung fast unmöglich

mi. Landkreis. Der Winter war bis jetzt eher feucht als kalt und verschneit. Jetzt neigt er sich dem Ende zu. Was ist mit den 900 Tonnen Streusalz, die der Landkreis im Herbst für den Winterdienst eingelagert hat, wurden sie überhaupt benötigt und wie wird eigentlich festgelegt, in welcher Menge Streumittel eingekauft werden? Das WOCHENBLATT hat nachgefragt. Mit erstaunlichem Ergebnis.
Jedes Jahr steht die Kreisverwaltung wieder vor der Frage, wieviel Salz und andere Streumittel besorgt werden sollen. Eine reichlich undankbare Aufgabe: Wenn viel gekauft und wenig verbraucht wird, ist schnell von „Steuerverschwendung“ die Rede. Ist zu wenig Salz vorhanden, heißt es „da wurde aber schlecht geplant“.
Doch kann der Verbrauch überhaupt geplant werden? „Eine konkrete Bevorratung ist kaum möglich“, erklärt dazu Kreissprecher Bernhard Frosdorfer. Steuerungsmöglichkeiten gäbe es allerdings beim Abschluss der Lieferverträge. Hier werde bereits im Vorfeld alles daran gesetzt, gute Konditionen für Nachlieferungen auszuhandeln“, sagt Frosdorfer. Wenn Streugut übrig bleibe, sei das auch kein großes Problem. „Salz und Sole lassen sich relativ unproblematisch auch zwei bis drei Jahre lagern“, so der Kreissprecher.
In diesem Jahr musste der Landkreis übrigens bereits Salz nachordern. Denn obwohl es kaum Schnee gab, mussten die 49 Mitarbeiter der Betriebsgemeinschaft Straßendienst im Landkreis Harburg (BGS-Harburg) laut Frosdorfer schon zu 50 Einsätzen ausfahren. Dabei wurden rund 1.800 Tonnen Streusalz und 600 Tonnen Sole verbraucht. Gesamtkosten 170.000 Euro. Eingelagert hatte der Kreis 900 Tonnen.
„Es gab zwar wenig Schnee, dafür aber sehr häufig überfrierende Nässe“, erklärt dazu der Kreissprecher.