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Pferdeschänder in flagranti erwischt

Geschockt: Beate Jastrow
thl. Ashausen. "Ich dachte, ich bin im falschen Film", sagt Beate Jastrow. Die Pferdebesitzerin aus Ashausen hatte jetzt ein Déjà-vu, auf das sie eigentlich gerne verzichtet hätte: Denn erneut hat sich ein perverser Pferdeschänder an ihrem Tier vergangen.
"Mein Mann und ich kamen zu unserer Weide, auf der unser Shettland-Pony 'Nicky' steht", erzählt sie. Schon von weiten habe man ein Auto gesehen, das direkt neben der Weide parkte. "Mein Mann sprang sofort aus unserem Auto und lief auf die Weide zum Unterstand", so Jastrow weiter. Denn erst Anfang August wurde die 20-jährige Stute das Opfer eines perversen Pferdeschänders (das WOCHENBLATT berichtete). Und auch diesmal stand wieder ein Mann (75) mit heruntergelassener Hose hinter dem Pony und fummelte gerade an seinem Geschlechtsteil. Doch im Gegensatz zum ersten Täter, dem die Flucht gelang, als Beate Jastrow allein auf die Weide kam, konnte dieser nicht abhauen. "Er flehte meinen Mann an, mit ihm zu reden und nicht die Polizei zu rufen", so die Pferdebesitzerin. Als sich das Ehepaar darauf nicht einließ, wurde der Mann aggressiver und wollte sich den Weg "frei machen". Keine gute Idee, denn Jastrows Mann ist in Selbstverteidigung ausgebildet. Ruckzuck war der Fluchtversuch beendet.
Wenig später war die Polizei vor Ort und nahm den Mann mit, ließ ihn nach Angaben von Sprecher Jan Krüger nach der Vernehmung wieder frei. Gegen den 75-Jährigen wird jetzt ermittelt.
Zwei Täter innerhalb von sechs Wochen - "Ich befürchte fast, dass es im Internet Foren gibt, in denen solche Menschen sich mit den Orten brüsten, an denen sie Tiere geschändet haben und die Adressen für Nachahmer öffentlich machen", sagt Beate Jastrow.