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100. Flüchtling im Beschäftigungsprogramm vermittelt: Malik trainierte Cricket-AG am Gymnasium

Spaß an der Cricket-AG: die Schüler des Gymnasiums mit Trainer Malik (vorne re.), Lehrerin Doris Stennert (hi., Mitte) und Oberstudienrat i.R. Georg Seifert (Foto: Wilfried Staake)
ce. Winsen. Mit Malik aus Pakistan konnten der Kirchenkreis Winsen, der Landkreis Harburg und der Winsener Herbergsverein im Rahmen ihres gemeinsamen Beschäftigungsprogramms jetzt den 100. Flüchtling vermitteln, der einer gemeinnützigen Arbeit nachgeht - als Trainer einer Cricket-AG am Gymnasium Winsen.
Malik hat in seiner Heimat nicht nur den Beruf des Sozialarbeiters erlernt, sondern ist auch ein guter Cricket-Spieler. In Pakistan gehörte er sogar zur Nationalliga. Sein sportliches Können und Wissen gab er jetzt im Rahmen einer Projektwoche am Gymnasium Winsen an 20 Schüler weiter. Lehrerin Doris Stennert, die ehrenamtlich beim "Internationalen Café" in der Luhestadt arbeitet, hatte die Aktion angeregt. Schnell war dann die Idee einer Cricket-AG geboren. "Ich freue mich sehr, dass sich so viele Schüler für diese besondere Sportart interessieren, die sonst eher in Asien verbreitet ist", so Stennert. Neben der Vermittlung der Spielregeln erfuhren die Schüler auch Wichtiges über die Arbeit der Kirche mit den Flüchtlingen.
Am Gymnasium gab es in der Vergangenheit immer wieder Cricket-AGs, und Oberstudienrat i.R. Georg Seifert besitzt noch eine komplette Ausrüstung. Er war daher gerne bereit, das Projekt zu unterstützen. Dazu gehörte auch ein Cricket-Turnier auf dem Sportplatz der Berufsbildenden Schulen.
Michael Grünwald vom Herbergsverein Winsen, der die Vermittlung von Asylbewerbern in Beschäftigungsverhältnisse organisiert, freut sich, dass mit der Vermittlung von Malik "die 100er-Marke überschritten" wurde. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass derzeit noch weitere 100 Flüchtlinge auf ein Arbeitsangebot warten. Kommunen, Kirchengemeinden und Vereine, die eine gemeinnützige Beschäftigung anbieten können, melden sich bei Grünwald unter Tel. 0172 - 4198980. Die Angebote müssen nicht dauerhaft sein. Flüchtlinge erhalten 1,05 Euro pro Stunde und dürfen bis zu 20 Stunden tätig sein.