Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Unser Café strahlt in die Region aus": Erfolgreiches erstes Jahr für Treffpunkt von Asylbewerbern und Einheimischen in Winsen

Heißen die Asylbewerber in mehreren Sprachen willkommen: Pastor Markus Kalmbach (li.) und Superintendent Christian Berndt
ce. Winsen. "Wir sind unendlich dankbar, dass diese Einrichtung so gut angenommen wird und dass dabei so viele Ehrenamtliche gemeinsam an einem Strang ziehen!" Diese positive Zwischenbilanz zogen jetzt Christian Berndt, Superintendent des Kirchenkreises Winsen, und Pastor Markus Kalmbach von der Winsener St. Marien-Kirchengemeinde anlässlich des einjährigen Bestehens des Partnerschaftsprojektes "Internationalen Cafés" für Asylbewerber in der Luhestadt.
Im Oktober 2013 öffnete das Café im Gemeindehaus erstmals seine Pforten. Seitdem engagiert sich dort ein Team von mehr als 30 freiwillig Aktiven für die Flüchtlinge, die hauptsächlich aus Afghanistan, dem Sudan, Somalia, Eritrea und von der Elfenbeinküste kommen. Durchschnittlich rund 60 Besucher kommen jeden Samstag ins Café, um Deutsch zu lernen, sich mit Einheimischen auszutauschen und Spiele zu spielen.
"Unsere Ehrenamtlichen, die auch aus Orten außerhalb der Kirchengemeinde kommen, haben in den vergangenen zwölf Monaten rund 4.500 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet", würdigte Markus Kalmbach den herausragenden Einsatz. "Das Café strahlt in die Region aus, es wurde inzwischen auch an anderen Orten ins Leben gerufen. Viele Kontakte zu Institutionen und Kommunen sind entstanden", erklärte Christian Berndt. So habe der Landkreis Harburg zusammen mit dem Kirchenkreis und dem Winsener Herbergsverein eine Beschäftigungsinitiative für Flüchtlinge gestartet, in der derzeit 119 Vermittelte aktiv seien.
Für die Zukunft wünschen sich Markus Kalmbach und Christian Berndt, dass das Beschäftigungsprogramm für die momentan etwa 1.000 Flüchtlinge im Kreis fortgesetzt wird, es mehr Sprachkurse gibt und dass - nicht nur für Asylbewerber - mehr bezahlbarer Wohnraum angeboten wird. In den Unterbringungen der Flüchtlinge müssten kompetente Sozialarbeiter so oft wie möglich vor Ort sein, um Eskalationen zu vermeiden. Kalmbach: "An der sozialen Betreuung dürfen die Kommunen nicht sparen!"
- Das "Internationale Café" im Winsener Gemeindehaus (Kirchstraße 2) ist jeden ersten und dritten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet sowie jeden zweiten und vierten Samstag von 10 bis 13 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Infos unter www.st-marien-winsen.de/int-cafe.