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Bundeskanzlerin Angela Merkel in Winsen: "Deutschland ist der Stabilitätsanker und Wirtschaftsmotor Europas"

Reger Andrang: Rund 3.000 Besucher säumten den Schlossplatz, darunter auch orangefarben "behütete" CDU-Anhänger
ce. Winsen. "Das ist ein guter Anblick", sagte heute Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (59, CDU) sichtlich beeindruckt, als sie bei ihrem Bundestagswahlkampf-Gastspiel in Winsen auf dem Schlossplatz von rund 3.000 Besuchern mit tosendem Beifall begrüßt wurde. Schon 2011 wollte Merkel die örtlichen Christdemokraten beim kommunalen Wahlkampf in der Luhestadt unterstützen. Doch wegen der damaligen Lybien-Krise musste die Regierungschefin kurzfristig absagen und an einer internationalen Konferenz in Paris teilnehmen.
Beim jetzt geglückten Besuch gab Merkel in Winsen einen Blick zur Lage der Nation. "Wir sind stolz auf unsere soziale Marktwirtschaft", betonte sie. Ein sicheres Gesundheitssystem, ein noch besseres Pflegesystem und eine sichere Rente könne es in Zukunft aber nur geben, wenn nicht alles "auf Pump finanziert" werde, sondern Deutschland weiterhin wirtschaftlich und finanziell erfolgreich sei. "Wir sind heute der Stabilitätsanker und Wirtschaftsmotor Europas", betonte Merkel. Und eine "Stabilitätsunion statt einer Schuldenunion" habe für die CDU weiterhin oberste Priorität.
Mit Blick auf die NSA-Spähaffäre machte sich die Kanzlerin stark für das "Grundrecht der Menschen auf Datensicherheit". Der Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt sagte sie den Kampf an, indem sie Mindestlöhne für alle Branchen forderte, in denen es keine Tarifverträge gibt.
Pfiffe und Buh-Rufe von einigen Demonstranten konterte Angela Merkel gelassen mit dem Hinweis auf das "große Vorrecht der freien Meinungsäußerung in einer Demokratie". Mehr über den Auftritt Merkels in Winsen und was die Zuhörer davon hielten, ist in der WOCHENBLATT-Wochenendausgabe am Samstag zu lesen.