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Pest oder Cholera? Winsener Politik muss Verkauf der Albert-Schweitzer-Blocks zustimmen

Wechseln die Wohnblocks im Albert-Schweitzer-Viertel in Kürze den Besitzer?
thl. Winsen. Wegen einer Sondersitzung des Verwaltungsausschusses (VA) wird die politische Sommerpause am kommenden Montag, 25. Juli, kurz unterbrochen. Grund ist ein durchaus brisantes Thema: Der Verkauf der Wohnblocks im Albert-Schweitzer-Viertel.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, will die AFP Nord aus Luxemburg die Gebäude aus der Insolvenzmasse der Berliner Capricornus kaufen. Da es sich bei dem Wohnviertel um ein Sanierungsgebiet handelt und die AFP deutlich mehr zahlen soll, als die Häuser wert sind, muss die Stadt dem Verkauf zustimmen. Um endlich eine Verbesserung für die Bewohner der Häuser zu erreichen, hat die Stadt mit dem luxemburgerischen Unternehmen einen städtebaulichen Vertrag ausgehandelt. Über diesen soll nun im VA beraten werden.
Schon im Vorwege ist klar: es wird eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Denn die AFP ist nicht bereit, die Sanierungskosten alleine zu übernehmen. Schon gar nicht, wenn die Stadt auf die gesamten Maßnahmen besteht, die mit etwa fünf Millionen Euro zu Buche schlagen. Und: Das Unternehmen will keine Bürgschaft leisten, sondern lieber ein Treuhandkonto einrichten. Insider sehe dahinter eine Ungewissheit, ob die Instandsetzungsarbeiten nach dem Verkauf dann auch wirklich durchgeführt würden. Dennoch: Stimmt die Politik nicht zu, platzt auch der Verkauf der Immobilien an die AFP. Und auf die Stadt könnte dann ein teurer Rechtsstreit zu kommen, dessen Ende offen ist. Zudem müsse dann erneut auf einen Käufer gehofft werden.