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Plötzlich fehlen in Stelle die Kandidaten

Ist Robert Isernhagen der Favorit der SPD? (Foto: archiv)

Heute Abend entscheidet der Gemeinderat, ob am 11. September auch ein neuer Bürgermeister gewählt wird

thl. Stelle. Legt der Rat der Gemeinde Stelle heute Abend in seiner Sitzung (19 Uhr, Behn's Gasthaus in Ashausen) fest, dass im Zuge der Kommunalwahl am 11. September auch ein neuer Bürgermeister gewählt wird? Das ist derzeit mehr als offen. Und das liegt nicht nur daran, dass Uwe Sievers, der nach seinem schweren Unfall von der Kommunalaufsicht mit Wirkung vom 1. Juni in der Ruhestand versetzt wurde, noch bis Ende dieses Monats Klage dagegen erheben kann. Zwar lautet ein Verwaltungsvorschlag wie folgt: "Der Termin für die Wahl einer Bürgermeisterin/eines Bürgermeisters der Gemeinde Stelle wird für Sonntag, den 11.09.2016 bestimmt. Ist eine Stichwahl durchzuführen, findet diese am Sonntag, den 25.09.2016 statt.
Diese Bestimmung steht unter dem Vorbehalt, dass das Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung der zulässigen Klage gegen die Ruhestandsversetzung von Herrn Sievers nicht wiederherstellt." Trotzdem stehen die Parteien vor einem ganz anderen Problem. Und das heißt offenbar: Kandidatenmangel.
Die SPD favorisiert - nachdem sie bei anderen möglichen Kandidaten abgeblitzt sein soll (das WOCHENBLATT berichtete) - wie schon bei der Wahl 2011 Bauamtsleiter Robert Isernhagen, der derzeit sowieso schon die meisten Aufgaben von Uwe Sievers übernommen hat. Allerdings steht die SPD damit offenbar alleine da, wie aus gewöhnlich unterrichteten Kreisen zu hören ist. Die Grünen werden wohl wie schon vor fünf Jahren abwarten, wer sich um das Amt bewirbt und nach dem Bauchgefühl entscheiden, wen sie wählen. Anders bei der BIGS, die mit Isernhagen überhaupt nicht einverstanden sein soll und lieber einen eigenen Kandidaten nominieren möchte. Gleiches soll für die die Christdemokraten gelten, die lieber einen Kandidaten haben wollen, der ihr Parteibuch besitzt. Das eigentliche Problem dabei ist aber: In der Gemeinde Stelle selbst in kein geeigneter Kandidat in Sicht. Das bedeutet, ein "Auswärtiger" müsste es machen. Und der hätte aufgrund der bevorstehenden Sommerferien kaum noch Zeit und Möglichkeiten, sich in Stelle bekannt zu machen. Bleibt letztlich also nur noch, dass im Rat heute Abend ein Antrag auf Verschiebung der Bürgermeisterwahl gestellt wird.