Es geht um Menschenleben
Revenaher Bürger fordern einen Kreisel - Unterschriftenliste mit 277 Namen

Sie haben 277 Unterschriften für den Bau eines Kreisels gesammelt (v. li.): Bernd Meinke, Jörg Amling, Sabine und Heinrich Bredehöft sowie Ralf Meyn vor der unfallträchtigen Kreuzung in Revenahe
  • Sie haben 277 Unterschriften für den Bau eines Kreisels gesammelt (v. li.): Bernd Meinke, Jörg Amling, Sabine und Heinrich Bredehöft sowie Ralf Meyn vor der unfallträchtigen Kreuzung in Revenahe
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277 Unterschriften für den Bau eines Kreisels: Unter anderem, weil es in den vergangenen Monaten mehrere schwere Verkehrsunfälle auf der Kreuzung in Revenahe-Kammerbusch (L127/K53) mit schwerverletzten Personen gegeben hat, wollen die Dorfbewohner jetzt einen Kreisel.
Das hat sich nicht nur durch Gespräche mit Anwohnern sowie den örtlichen Feuerwehrkameraden, die bei den Unfällen im Einsatz waren, gezeigt, sondern wird auch durch eine Unterschriftenliste belegt, die die Bewohner Bernd Meinke, Sabine Bredehöft, Ralf Meyn und Jörg Amling gesammelt und dem Sauensieker Gemeinderat vorgelegt haben. "Wir hatten das Gefühl, mit unserem Vorschlag abgebügelt zu werden", sagt Jörg Amling. Doch wollen sich die Befürworter des Kreisels nicht ausbremsen lassen.
Als Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind Bernd Meinke, Ralf Meyn und Jörg Amling oft die Ersten, die den Unfallopfer auf der Kreuzung zur Seite stehen. Insgesamt 277 Namen sind auf der Unterschriftenliste zu finden, darunter auch der von Gemeinderatsmitglied Dieter Kröger (Grüne). "Das sind 95 Prozent der Haushalte", sagt Jörg Amling. "Die fehlenden fünf Prozent haben wir nicht rechtzeitig angetroffen. Wir gehen davon aus, dass sich 100 Prozent der Bewohner einen Kreisel wünschen."
Durch diesen werde unter anderem die Geschwindigkeit auf der L127 reduziert und die Stoppschilder würden nicht mehr ignoriert. Außerdem sei die Querung der Straßen für Fußgänger, insbesondere Kindergarten- und Schulkinder, weniger gefährlich und der von Griemshorst kommende, geplante Radweg könne besser eingebunden werden.
Ralf Meyn, der von seinem Geschäft einen direkten Blick auf das Geschehen auf der Kreuzung hat, bestätigt, dass viele Autofahrer zu schnell fahren und auch die Stoppschilder missachten. "Ich bin dann auch oft der Erste an der Unfallstelle, wenn es mal wieder geknallt hat", sagt er mit erschüttertem Gesichtsausdruck. Schon manch einen Toten hat er auf der Kreuzung bergen müssen, darunter auch einen Kunden, der zu ihm ins Geschäft kommen wollte. Länger warten und weitere Unfälle in Kauf nehmen, wollen die Bürger nicht. Aus ihrer Sicht sei es ideal, die Baumaßnahme mit dem in diesem Jahr geplanten Bau des Radweges von Griemshorst nach Kammerbusch zu verbinden. Bürgermeister Rolf Suhr hält die Forderung nach einem Kreisel zwar für gerechtfertigt und will sich auch dafür einsetzen, diesen aber zum einen nicht mit den Baumaßnahmen für den Radweg verbinden. Unter anderem, weil der Bau des Radweges bezuschusst wird und er die Zahlung der Fördergelder nicht gefährden will. Zum Zweiten sei der Bau eines Kreisels an der Landesstraße nicht Angelegenheit der Gemeinde, sondern des Landes. Das jedoch wollen die Bürger nicht gelten lassen. "Für uns ist der Kreisel keine Frage von Fördergeldern, sondern uns geht es um die Rettung von Menschenleben", so Jörg Amling.
"Wenn die Gemeinde sich einsetzt, dann klappt das", sagt auch Bernd Meinke, der sich als Vize-Verwaltungschef in der Nachbar-Samtgemeinde Harsefeld mit den Abläufen gut auskennt. Er rät, dem Land eine Schubladenplanung vorzulegen. "Genauso hat es vor ein paar Jahren in Klethen in der Gemeinde Ahlerstedt auch funktioniert."

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Autor:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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