Waldbrand in Buchholz

In Buchholz sind rund 300 Quadratmeter Waldboden in Brand geraten. 
Rund drei Stunden waren die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beschäftigt Fotos: as
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  • In Buchholz sind rund 300 Quadratmeter Waldboden in Brand geraten.
    Rund drei Stunden waren die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beschäftigt Fotos: as
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Bereits zweites Feuer im Bereich Höllenschlucht / 300 Quadratmeter Boden brennen

as. Buchholz. Großeinsatz für die Freiwilligen Feuerwehren in Buchholz: Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mussten die Brandschützer zu einem Waldbrand im Bereich Höllenschlucht ausrücken. Im Dreieck zwischen Tostedter Weg, Ahornweg und Höllenschlucht war am Mittwoch erneut Waldboden in Brand geraten. Die Wehren aus Buchholz, Dibbersen, Sprötze, Holm und Trelde wurden bei den Löscharbeiten von den Kameraden aus aus Wenzendorf und Welle unterstützt. Die Feuerwehrleute waren rund dreieinhalb Stunden im Einsatz.
Um 13.01 Uhr wurden die Feuerwehren zu einem Waldbrand mit starkem Ausmaß in den Höllenschluchtweg alarmiert. Da die Anruferin zunächst nicht ausfindig gemacht werden konnte, ging wertvolle Zeit verloren: Die Feuerwehrleute musste nach dem Feuer suchen. Aufgrund der Größe des Areals sowie des dichten Bewuchses war das besonders schwierig, das Feuer konnte erst nach rund 45 Minuten lokalisiert werden. Vor Ort stellten die Brandschützer fest, dass der Brand weitaus kleiner war als angenommen. Das Unterholz war auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern in Brand geraten und das Feuer hatte sich in Bodennähe ausgebreitet.
Die Stelle war den Feuerwehrleuten nicht unbekannt, erst vor einer Woche löschten die Wehren nur wenige Meter weiter einen Waldbrand in ähnlicher Größenordnung. "Durch die anhaltende Trockenheit ist die Gefahr, dass ein Waldbrand entsteht, größer", sagt Buchholz' Stadtpressewart Oliver Weiß. Derzeit gilt für Buchholz Waldbrandstufe 4, die zweithöchste Warnstufe.
Nachdem die Flammen schnell bekämpft und die Einsatzstelle begrenzt werden konnte, löschten die Feuerwehrleute die Glutnester im Waldboden mit Wasser ab. Die Wasserleitungen wurden aus wasserführenden Fahrzeugen gespeist, die im Pendelverkehr ausgetauscht und wieder befüllt wurden. So konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Im Rahmen der bei Waldbränden aufwendigen Nachlöscharbeiten mussten die Feuerwehrleute anschließend noch den Boden umgraben.
Wodurch der Brand verursacht wurde, steht noch nicht fest. Eine erneute Entzündung durch den vorigen Brand wird ausgeschlossen.
• Die Polizei sucht Zeugen: Wer Hinweise zur Brandursache hat, meldet sich bei der Polizei Buchholz unter Tel. 04181-2850.

Was tun bei einem Waldbrand? 

Entdecken Waldbesucher bei einem Spaziergang einen Waldbrand, rät Buchholz' Stadtpressewart Oliver Weiß: 1. Die Feuerwehr unter 112 anrufen (Wo brennt es, Brandausmaß, brennt der Boden oder Baumkronen?). 2. Zur nächstgelegenen Straße gehen. 3. Der Feuerwehr den Namen der Straße durchgeben und dort auf die Feuerwehr warten, um sie zum Feuer zu führen.
"Wenn die Möglichkeit besteht, dass Sie bereits mit ersten Löschmaßnahmen beginnen können ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, so können Sie dies tun", so Weiß. Die Flammen können z.B. mit Sand erstickt werden. Ebenso können die Flammen durch das Schlagen Beispielsweise können Sie Sand nutzen, um die Flammen zu ersticken. Ebenso können Sie mit Ästen auf die Flammen schlagen. Hierdurch werden die Flammen verdrängt. Bleiben Sie hierbei stets hinter oder seitlich vom Feuer. Achten Sie dabei auf etwaige Windwechsel.
Sollte der Brand zu groß sein oder erste Löschmaßnahmen erfolgreich gewesen sein, alarmieren Sie möglichst zeitnah die Feuerwehr. Hier ist eine detaillierte Lagebeschreibung, bzw. Anfahrtsbeschreibung besonders hilfreich. Im besten Fall begeben Sie sich zur nächst gelegenen Straße und weisen die Einsatzkräfte ein. Wenn kein Ansprechpartner vor Ort ist, ist eine Lokalisierung des Brandes oftmals sehr zeitaufwändig.
Begeben Sie sich niemals selbst in Gefahr! Sind die Flammen zu hoch, der Wind zu stark oder fühlen Sie sich unsicher, unternehmen Sie keine eigenen Löschversuche und alarmieren Sie sofort die Feuerwehr. Begeben Sie sich entgegen der Windrichtung in Sicherheit.

Waldbrandwarnstufe 4 / Vorsichtsmaßnahmen, um Brände zu verhindern

Mit Hilfe der Warnstufen sollen Waldbrände verhindert werden. Es gibt fünf Waldbrandwarnstufen (1 sehr geringe Gefahr, 2 geringe Gefahr, 3 mittlere Gefahr, 4 hohe Gefahr und 5 sehr hohe Gefahr), die je nach Wahrscheinlichkeit eines Waldbrandes mit unterschiedlichen Einschränkungen verbunden sind. Die Warnstufen werden anhand tagesaktueller meteorologischer Daten berechnet, dabei spielen u.a. Lufttemperatur und -feuchte sowie die Trockenheit des Bodens eine Rolle. Die Polizeidirektion in Lüneburg legt die Waldbrandwarnstufen für die Region fest, die u.a. vom Deutschen Wetterdienst veröffentlicht werden.
Derzeit herrscht in Buchholz die zweithöchste Waldbrandwarnstufe 4. Bei langanhaltender Trockenheit können besonders leicht Brände in der Vegetation entstehen, hier gilt deshalb besondere Vorsicht. Das rät die Stadtfeuerwehr Buchholz:
• Insbesondere glühende Zigaretten dürfen nicht in der Landschaft entsorgt, sondern müssen besonders sorgfältig ausgemacht werden. Ohnehin ist im Wald selbst das Rauchen, sowie das Grillen und Entzünden von Feuer im Zeitraum vom 01. März – 31. Oktober verboten.
• Glühende Kohlen müssen nach dem Grillen sorgfältig abgelöscht werden und sollten anschließend ausreichend lange abkühlen, bevor sie entsorgt werden. Kohle- bzw. Feuerschalen sollten niemals im direkten Kontakt mit dem Boden stehen.
• Autos sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile ebenfalls einen Brand verursachen können.
• Auch in Waldnähe sollten offene Feuer vermieden werden, das gilt auch fürs Grillen.
Insgesamt gebietet es der gesunde Menschenverstand, dass besonders umsichtig umgegangen wird, um das Risiko einen Vegetationsbrandes zu minimieren.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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