Canteleu-Brücke in Buchholz
30 Zentimeter fehlen für die Radfahrer

Die Radfahrer müssen auf der Canteleu-Brücke auf die Fahrbahn ausweichen | Foto: Stadt Buchholz
  • Die Radfahrer müssen auf der Canteleu-Brücke auf die Fahrbahn ausweichen
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Das Brückengeländer für den Geh- und Radweg auf der Canteleu-Brücke entspricht nicht mehr der erforderlichen Höhe. Diese Aussage sorgt für neuen Ärger im Buchholzer Verkehrschaos.
Das Brückengeländer der Canteleu-Brücke ist einen Meter hoch, erst bei der Brückenprüfung im Sommer 2025 fiel dies auf. Und dieser eine Meter entspricht nicht mehr den gängigen, seit rund 15 Jahren geltenden, Richtlinien. Nach denen sollten Brückengeländer an Radwegen 1,30 Meter hoch sein, 1,20 Meter würden auch akzeptiert werden. Eine niedrigere Höhe sei gefährlich, Radfahrer könnten bei einem Sturz über das Brückengeländer fallen.
Aus diesem Grund müssen Fahrradfahrer ab sofort bei der Überquerung der Canteleu-Brücke auf dem Radweg absteigen und schieben. Alternativ können sie auf der Fahrbahn radeln. Autofahrer werden von der Stadt Buchholz gebeten, vorsichtig zu fahren und Rücksicht zu nehmen, "da mit einem vermehrten Radaufkommen auf der Fahrbahn gerechnet werden muss", heißt es von Anna Meuche, Pressesprecherin der Stadt Buchholz.
Nun wird die Planung angestoßen, das Geländer zu erhöhen. Aus statischen Gründen kann das bestehende Geländer nicht einfach erhöht werden, es muss erneuert werden. Die geschätzten Kosten für das Geländer werden auf 100.000 Euro geschätzt. Zusätzlich muss in diesem Zuge auch die Oberfläche des Radweges erneuert werden. Sollte das komplikationslos geschehen, schlägt es mit weiteren 200.000 Euro zu Buche, sollten sich nach Abtrag der alten Oberfläche weitere Schäden zeigen, wird es teurer. Somit wird die Sanierung insgesamt zwischen 300.000 und 500.000 Euro kosten, diese muss die Stadt Buchholz selbst tragen, obwohl es eine Kreisstraße ist. Der Landkreis Harburg ist gemäß eines Vertrages nur für die Fahrbahnsanierung zuständig, die Stadt Buchholz für alles andere.
Obwohl die Ergebnisse der Brückenüberprüfung schon im September kamen, wird erst jetzt im März gehandelt und ein Planungsauftrag erstellt. Da diese Baumaßnahmen durch viele Gremien muss, bevor ein Baubeginn erfolgen kann, wird es für die Radfahrer in diesem Sommer wohl noch keinen neuen Radweg auf der Canteleu-Brücke geben.
Bisher gab es für das niedrigere Brückengeländer Bestandsschutz, warum dieser in in diesem Fall nicht mehr greift, wurde bisher dem WOCHENBLATT gegenüber noch nicht beantwortet. Auch auf die Frage, ob für die Zeit bis zur Sanierung das Geländer mit einem - zugegebenerweise hässlichen - Bauzaun abgesichert werden kann, damit die Radfahrer nicht auf die Straße ausweichen müssen, gab es bisher noch keine Antwort.

KREISZEITUNG WOCHENBLATT

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Redakteur:

Stefanie Hansen aus Buchholz

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