Dibbersen - Nachbarschaftshilfe
Bewohner halten im Unglück zusammen
- Die Bürger von Dibbersen halten in einer Notsituation zusammen und helfen untereinander
- Foto: Axel-Holger Haase
- hochgeladen von Axel-Holger Haase
Eine Krankheit kann das Leben und den Alltag komplett verändern. So auch bei einem Ehepaar aus Dibbersen. Der Ehemann erlitt einen Schlaganfall und konnte seinen Tagesablauf nicht mehr so gestalten, wie er es gewohnt war. Viele Tätigkeiten blieben waren nicht mehr möglich. In der Werkstatt und in der Garage gesammeltes Werkzeug wurde nicht mehr genutzt. Das Haus mit Wohnfläche in der ersten Etage wurde von dem Ehepaar nicht mehr genutzt. Das Haus wurde verkauft, der Umzug in eine Erdgeschosswohnung erfolgte.
Doch zum Ende des Jahres musste das Haus laut dem neuen Eigentümer geräumt sein. Unmöglich für das Ehepaar. Als Ortsbürgermeisterin Birgit Albers von diesem Schicksalsschlag hörte, ergriff sie sofort die Initiative. Sie nahm Kontakt mit der Firma Knettenbrech & Gurdulic in Marxen auf. Nachdem der Niederlassungsleiter Reiner Köllermeyer informiert war, gab er sofort grünes Licht für die kostenlose Bereitstellung eines Containers. Sämtliche Kosten des Transports und der Entsorgung übernimmt die Firma.
Jule Jensen und Gabriele Gierscher aus Dibbersen übernahmen die Organisation der Räumung. Zum Teil wurde das Haushaltsinventar zum Kaufhaus mit Herz und zu einer Nachhaltigkeitsgruppe gebracht. Elektroartikel nahm die Sammelstelle der Re-El Recycling GmbH entgegen. An einem Wochenende kamen zehn Bewohner aus Dibbersen zusammen, um den Container zu füllen. Einige Gegenstände wurden bei einem Hausflohmarkt verkauft, einige verschenkt.
"Wir freuen uns, hilfreich zu sein. Daher haben wir den 38-Kubikmeter großen Container zur Verfügung gestellt. Wir übernehmen auch die Schadstoffentfrachtung und die Verbringung zur Sortieranlage", sagt Reiner Köllermeyer. "Die Kosten für die Abfallbilanz und die Entsorgung würden ansonsten rund 500 Euro betragen", fügt Köllermeyer hinzu.
"Ich freue mich, dass wir dem Ehepaar gemeinsam in der Dorfgemeinschaft helfen konnten", sagt Ortsbürgermeisterin Birgit Albers.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.