Zukunftswerkstatt Buchholz
In Buchholz entsteht das "Schülerlabor Zukunftsenergien"
- Imke Buschke (v. li., kaufmännische Geschäftsführerin), Alexandra Neukirch (Vorstand Zukunftswerkstatt), Johanna Budde (Leiterin Schülerlabor), Josef Nießen (1. Kreisrat LK Harburg), Prof. Dr. Thomas Matzen (Gründungs- und Stiftungsratmitglied Zukunftswerkstatt Buchholz), Dirk Hirsch (1. Stadtrat Stadt Buchholz), Sascha Eigelt (Vorwerk-Stiftung), Andreas Tietz (Terra Real-Estate), Jan Bauer (MdL), Jan-Ole Stenzel (Zukunftswerkstatt Buchholz), Götz Anft, Moritz Meyer, Finja Barghop, Prof. Dr. Wolfgang Bauhofer und Uwe Schwencke (Architekt)
- Foto: sko
- hochgeladen von Silke König
Der Regen machte gerade eine willkommene Pause, als am vergangenen Mittwoch im Sprötzer Weg 33f eine Zeitkapsel, unter anderem mit einigen Seiten des Wochenblatts befüllt, in den Boden eingelassen und damit der Grundstein für einen neuen Ort zum Lernen und Experimentieren gelegt wurde. Das rund 180 m² große „Schülerlabor Zukunftsenergien“ entsteht als Anbau an die Zukunftswerkstatt und soll den weiterführenden Schulen der Region ab Anfang 2027 einen Raum bieten, in dem junge Menschen praxisnah erfahren können, wie Energie gebildet wird.
Das Angebot solle ergänzend zum Schulunterricht stattfinden, erklärte der wissenschaftliche Geschäftsführer der Zukunftswerkstatt, Prof. Dr. Wolfgang Bauhofer. Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse können sich durch verschiedene Experimentierstationen an komplexe Themen wie erneuerbare Energien, Energiespeicher und Netzmanagement herantasten. Diese Begriffe erlebbar machen und verdeutlichen, welche Rolle sie beim Umwelt- und Klimaschutz einnehmen, ist die Motivation hinter der Entstehung des Labors.
„Mit Uve Schwencke haben wir einen tollen Architekten erster Wahl, der nicht 0815 macht, sondern weiterdenkt“, lobte Jan Bauer den bei der Grundsteinlegung anwesenden Architekten und betonte die Bedeutung der neuen Bildungsstätte für den Standort Buchholz. Als Idee des Landkreises ins Leben gerufen, wird der Bau des Schülerlabors von der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung finanziert, die sich für die Förderung von Bildungsprojekten engagiert.
Investition in die Zukunft des Arbeitsmarktes - besonders Mädchen und junge Frauen sind gefragt
Neben seinem Beitrag für das Voranschreiten erneuerbarer Energien dient das Schülerlabor als Investition in die Zukunft des Arbeitsmarktes. Durch ihre Erfahrungen an den Experimentierstationen sollen junge Menschen Interesse an MINT-Berufen (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und, im besten Fall, an einer Ausbildung zur Fachkraft entwickeln, die für die Umsetzung der Energiewende dringend gebraucht werden.
„Wir möchten auch ganz gezielt Mädchen ansprechen, ihnen die Angst vor technischen Berufen nehmen und zeigen, welche Vielzahl an spannenden Tätigkeiten sich im Bereich der Erneuerbaren Energien findet“ sagt die Leiterin des Schülerlabors, Johanna Budde. Denn vor allem bei Mädchen und jungen Frauen lässt die Zahl der Interessierten bislang zu wünschen übrig: Nach Informationen des Instituts der deutschen Wirtschaft sind Frauen in den MINT-Jobs mit 16,4 Prozent im Jahr 2025 noch immer in viel zu geringer Zahl vertreten.
Aber nicht nur Schülerinnen und Schüler können sich im Sprötzer Weg ab nächstem Jahr weiterbilden. Sobald das Schülerlabor seine Türen öffnet, möchte die Zukunftswerkstatt durch Schüler-Events und regelmäßige Führungen mit Fachvorträgen für Erwachsene einen Lern- und Vernetzungsort schaffen, der Schulen, Wissenschaft und Wirtschaft aus der Region zusammenbringt.
Redakteur:Silke König aus Rosengarten |
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