Buchholz: Gymnasium stärkt Schulsozialarbeit

Schulleiter Hans-Ludwig Hennig
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Ab 1. Februar sind zwei Halbzeitkräfte am Albert-Einstein-Gymnasium tätig


os. Buchholz.
„Beratung von Schülerinnen und Schülern, Beratung der Lehrer, Netzwerkarbeit mit außerschulischen Partnern, Gewalt- und Konfliktprävention, Förderung der Gesundheit, Gestaltung des Ganztagsangebots, interkulturelle Arbeit“ - diese Arbeitsplatzbeschreibung verdeutlicht, wie umfangreich und wichtig die Aufgaben von Schulsozialarbeitern sind. Das Buchholzer Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) ist sich dieser Wichtigkeit bewusst: Ab dem 1. Februar sind Silke Finndorf und Daniela Petruschke am AEG tätig und sorgen dafür, dass die Schulsozialarbeit die ganze Woche über gesichert ist. Bislang teilten sich das AEG und das Gymnasium in Hittfeld eine Schulsozialarbeiterin, die an jeder Schule jeweils 19,5 Stunden pro Woche arbeitete.
Die Schulsozialarbeit werde zunehmend wichtiger, erklärt AEG-Leiter Hans-Ludwig Hennig. Hauptgrund sei, dass die Elternhäuser nicht mehr so stabil seien wie früher. Häufig arbeiten beide Elternteile, die Kinder und Jugendlichen sind nachmittags oft allein. Als Folge hätten u.a. die Verhaltens­auffälligkeiten deutlich zugenommen. „Vielen Jugendlichen fällt es schwer, in Gruppen zu arbeiten. Das hat natürlich Auswirkungen auf den Unterricht“, sagt Hennig. Er verwende mittlerweile fast 70 Prozent seiner Arbeitszeit mit Konfliktmanagement, rechnet Hennig vor. Er hofft, dass ihn in diesem Bereich die beiden Schulsozialarbeiterinnen künftig entlasten.
Eine halbe Stelle wird vom Landkreis Harburg finanziert, bis das Land Niedersachsen einspringt. Das soll ab 2019 geschehen. Um die andere halbe Stelle finanzieren zu können, hat Hennig das neue Angebot des Kultusministeriums wahrgenommen und Lehrerstellen kapitalisiert. Das bedeutet, dass eine Schule bewusst seine schulische Unterrichtsversorgung absenkt, um Mittel für andere Felder zu generieren. Maximal zwei Prozent der Lehrerstunden dürfen so verwendet werden, beim AEG sind es genau 16 Lehrerstunden. Hennig ist davon überzeugt, das Richtige zu tun: „Man kann die Wichtigkeit der Schulsozialarbeit gar nicht genug betonen.“ Ursprünglich war diese nur für Ober- und Gesamtschulen vorgesehen.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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