Zehn Jahre Naturpark-Schule
Draußen-Lernen in der Grundschule Sprötze-Trelde
- Die Kinder sind glücklich, in der freien Natur Unterricht haben zu dürfen
- Foto: Kristina Stein-Matthies
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Seit Februar 2026 geht die Grundschule Sprötze-Trelde neue Wege: Für die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse gehört der Unterricht in Wald und Wiese nun ein Jahr lang fest zum Stundenplan. Gestartet ist das Projekt mit Jahrgang zwei. Die Kinder, die inzwischen die dritte Klasse besuchen, führen die „Draußenschule“ bis Februar 2027 fort. Ein kompletter Jahrgang lernt dabei über zwölf Monate hinweg regelmäßig einmal in der Woche für 90 Minuten in freier Natur.
Damit verbindet die Grundschule zwei Profile, die hervorragend zusammenpassen: Seit nunmehr zehn Jahren ist sie als Naturpark-Schule im Naturpark Lüneburger Heide zertifiziert, zugleich ist sie inzwischen auch Draußenschule. Lehrerin Kristina Stein-Matthies hat beim Verein Naturschule Deutschland e.V. eine Fortbildung zur Draußenpädagogin absolviert und das Konzept an die Schule gebracht. Begleitet werden die Klassen vom zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNL) und Waldpädagogen Ingo Leniz Squella sowie von der jeweiligen Klassenlehrkraft.
„Ziel des Projektes ist es, den Kindern ein naturnahes Lernen zu ermöglichen und ihre sozialen sowie praktischen Kompetenzen zu stärken“, berichtet Kristina Stein-Matthies. Ob im nahegelegenen Wald, auf Wiesen oder im Dorf: Die Schülerinnen und Schüler erleben Unterricht fernab des klassischen Klassenzimmers. Fächer wie Sachunterricht, Deutsch oder Mathematik werden dabei direkt mit der Natur verknüpft. Durch das regelmäßige Lernen im Freien erkennen die Kinder ökologische Zusammenhänge und erwerben Wissen über die biologische Vielfalt an ihrem unmittelbaren Lebensort.
Mit dem Projekt soll jedoch nicht nur Wissen vermittelt werden. Ebenso geht es darum, Fähigkeiten und Haltungen zu fördern, die den Schülerinnen und Schülern helfen, später umweltbewusst und nachhaltig zu handeln. Ihre Erlebnisse und Beobachtungen halten sie in einem Waldtagebuch fest, das fester Bestandteil des Konzepts ist.
Schulleiterin Barbara Findeklee-Walter und die Klassenlehrkräfte zeigen sich begeistert von den bisherigen Erfahrungen. Die Fortführung der Draußenschule steht bereits fest: Wenn die jetzigen dritten Klassen ihren zwölfmonatigen Zeitraum abgeschlossen haben, starten die neuen zweiten Klassen. So wird das Draußenlernen jahrgangsweise weitergegeben und dauerhaft im Schulalltag verankert. Die Draußenschule ermöglicht den Schülerinnen und Schülern wertvolle Erfahrungen und kann zugleich Wohlbefinden und Motivation im Unterricht steigern. Finanzielle Unterstützung erhält die Schule dabei von der Vorwerkstiftung, der Hoth-Stiftung und der Edmund-Siemers-Stiftung sowie der Sparkasse Harburg-Buxtehude.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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