Wie kann Buchholz weiter wachsen?
Unternehmer diskutieren über Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Infrastruktur – Blick auf den neuen beechwood.campus
- Frank Seeger von der Baugenossenschaft dhu. beechwood-Geschäftsführer und Bauherr Florian Möschter, Erster Stadtrat Dirk Hirsch, Philipp Pellio von OTTO WULFF , Landrat Rainer Rempe, und CDU-Landtagsabgeordneter Jan Bauer (v.li.)
- Foto: beechwoodcamp
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Buchholz. Wie kann sich Buchholz im direkten Umfeld der Metropole Hamburg weiterentwickeln? Welche Voraussetzungen braucht es für neue Wohnungen und Gewerbeflächen – und wie lassen sich Wachstum, Infrastruktur und kommunale Finanzen miteinander vereinbaren? Darüber diskutierten jetzt rund 45 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft in Buchholz.
Eingeladen hatten die Sektion Lüneburg-Nordheide des Wirtschaftsrates der CDU und die beechwood Unternehmensgruppe. Unter dem Titel „Stadtentwicklung im Schatten der Metropole – Chancen und Herausforderungen für Buchholz“ ging es um die Perspektiven des Wirtschafts- und Wohnstandortes.
Neues Leben auf lange brachliegendem Grundstück
Zum Auftakt besichtigten die Teilnehmer die Baustelle des beechwood.campus an der Bahnhofstraße 17. Auf dem lange brachliegenden Grundstück im Canteleu-Quartier entsteht ein Neubau mit knapp 5.000 Quadratmetern Fläche. Vorgesehen sind dort Gewerbe, Gastronomie, Hotel und Co-Working-Angebote.
Ausgeführt wird das Projekt von der Hamburger Bauunternehmung OTTO WULFF. Die Fertigstellung ist für Mai 2027 vorgesehen. Bei einem Rundgang durch den Rohbau erhielten die Gäste einen Eindruck davon, wie sich das Areal und damit auch ein Teil der Bahnhofstraße verändern soll.
Wachstum stellt Buchholz vor Herausforderungen
Im Mittelpunkt der anschließenden Podiumsdiskussion stand die Frage, wie Buchholz seine Lage in der Metropolregion Hamburg für die weitere Entwicklung nutzen kann. Dabei ging es unter anderem um den hohen Wohnungsbedarf, die notwendige Infrastruktur, steigende Baukosten und die angespannte Finanzlage der Kommunen.
An der Diskussion beteiligten sich Landrat Rainer Rempe, der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Bauer, Buchholz' Erster Stadtrat und Finanzdezernent Dirk Hirsch, Philipp Pellio von OTTO WULFF sowie Frank Seeger von der Baugenossenschaft dhu. Moderiert wurde die Runde von beechwood-Geschäftsführer und Bauherr Florian Möschter.
Möschter zog mit Blick auf das eigene Bauprojekt eine positive Bilanz der Zusammenarbeit mit der Buchholzer Stadtverwaltung. Die Genehmigungsverfahren seien unkompliziert und lösungsorientiert verlaufen. „Wir sind auch ohne Bauturbo schon turboschnell zur Baugenehmigung gekommen“, sagte er.
Auch Vertreter der Bau- und Wohnungswirtschaft machten deutlich, dass schnelle und verlässliche Verfahren für Investitionen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Zur Sprache kamen Grundstücks- und Vergabefragen ebenso wie Baustandards und die hohen Kosten, die insbesondere den Wohnungsbau erschweren.
Nicht ob, sondern wie Buchholz wächst
Grundsätzliche Zweifel an einer weiteren Entwicklung der Stadt spielten in der Diskussion offenbar kaum eine Rolle. Stattdessen ging es vor allem um die Frage, "wie" das Wachstum gestaltet und finanziert werden kann. Dabei seien Stadt, Landkreis, Land und private Investoren gleichermaßen gefordert.
Für beechwood soll der Campus zugleich der Auftakt für weitere Entwicklungen im Canteleu-Quartier sein. Das Unternehmen will das Umfeld gemeinsam mit der Stadt weiterentwickeln.
Die Diskussion zeigte: Buchholz profitiert einerseits von seiner Nähe zu Hamburg und der anhaltenden Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen. Andererseits erhöht genau dieses Wachstum den Druck auf Wohnungsmarkt, Verkehrsinfrastruktur und kommunale Haushalte. Wie gut es gelingt, diese unterschiedlichen Anforderungen zusammenzubringen, dürfte deshalb eine der zentralen Fragen der Buchholzer Stadtentwicklung der kommenden Jahre bleiben.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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