Jürgen Reschke stirbt im Alter von 77 Jahren
Engagiert in vielen Bereichen

Liebte auch lange Wanderungen: Jürgen Reschke
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  • hochgeladen von Oliver Sander

Er war an vielen Stellen ehrenamtlich engagiert - für die Wanderfreunde Nordheide, die Liedertafel Amphion in Klecken oder den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Für das WOCHENBLATT hat er von 1999 bis 2008 als Vertriebsinspektor gearbeitet und zuverlässig zahlreiche Austräger betreut. Jetzt ist Jürgen Reschke tot: Der Buchholzer starb bereits am 9. Mai im Alter von 77 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.
Ich kannte Jürgen Reschke bereits durch seine Arbeit beim WOCHENBLATT, als ich ihn bei seinem größten Hobby - dem Wandern - noch einmal ganz anders schätzen gelernt habe. Auf der 50 Kilometer langen Wanderung von Buchholz nach Lüneburg zeigte Jürgen Reschke als Wanderführer alle seine Facetten: wissbegierig, empathisch und immer ein bisschen kauzig. Zu Lüneburg hatte Jürgen Reschke immer ein besonderes Verhältnis, im heutigen Stadtteil Oedeme wurde er im September 1941 geboren. Auf der Strecke in die Hansestadt kannte er jeden Grashalm, auch die geschichtlichen Hintergründe der Wege und Gebäude am Streckenrand waren ihm bestens vertraut. Und diese Geschichten mussten sich die Mitwanderer anhören, ob sie wollten oder nicht. Neben seinen Wanderungen übernahm Reschke als Wanderwart Verantwortung. Er sorgte dafür, dass die Wanderwege in Buchholz und Umgebung vernünftig ausgeschildert waren. Unregelmäßigkeiten regten ihn auf. Für sein Engagement wurde Jürgen Reschke zum Ehrenmitglied der Wanderfreunde ernannt.
Ebenfalls eine Auszeichnung - die Weißgoldene Ehrennadel - erhielt er für sein Wirken im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Seit 1980 war er Vorsitzender des Buchholzer Ortsverbands. Mir klagte er einmal sein Leid, wie schwierig es sei, Nachwuchs für die wichtige Sache zu finden. Er werde aber niemals aufhören zu mahnen, wie wichtig die Erinnerung an die Kriegsgreuel sei. "So etwas darf sich nie wiederholen", sagte er einmal zu mir. Recht hat er.
Auf Wunsch des Verstorbenen haben die Trauerfeier und die Beisetzung bereits im engsten Familienkreis stattgefunden. Oliver Sander

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