"Wir wollen dicht an den Menschen sein"
Gedanken zum Reformationstag

Pastor Arne Hildebrand vor der
St.-Paulus-Kirche in Buchholz
  • Pastor Arne Hildebrand vor der
    St.-Paulus-Kirche in Buchholz
  • Foto: Wöhling
  • hochgeladen von Oliver Sander

(os/nw). Die evangelischen Christen feiern am heutigen Samstag, 31. Oktober, den Reformationstag in Erinnerung an Martin Luther. Arne Hildebrand, Pastor in der St.-Paulus-Kirchengemeinde Buchholz, hat sich Gedanken gemacht, warum der Tag nach wie vor wichtig ist.
"Ein zusätzlicher Feiertag für die norddeutschen Bundesländer war im Vergleich zu den Süddeutschen überfällig. Das große Reformationsjubiläum vor drei Jahren bot dafür eine geeignete Bühne. Doch was macht einen Feiertag zu einem besonderen Tag?
Es ist nicht bloß die Tatsache, dass Schulen und Geschäfte geschlossen haben. Ein echter Feiertag ist von zwei weiteren Faktoren geprägt: einen äußeren und einen inneren. Der äußere Faktor besteht aus besonderen Aktionen, Rahmenbedingungen, Feierlichkeiten. Zum 500. Jubiläum der Reformation gab es zahllose Veranstaltungen, Vorträge, Aktionen mit Konfirmanden, Ideen für Gemeinden und Kirchenkreise sowie einen Kirchentag. Gekrönt wurde er von einem Gottesdienstbesuch, der fast mit Weihnachten vergleichbar war. Dieser äußere Faktor ist in den letzten drei Jahren deutlich abgeflacht. In diesem Jahr dank der Pandemie sogar Richtung null gegangen. Was es weiterhin gibt, ist ein gemeinsamer Gottesdienst der christlichen Kirchen in Buchholz. Gemeinsam feiern wir, gemeinsam bedenken wir, was Reformation für heute bedeuten kann.
Der innere Faktor ist das Gemüt, das Herz, die Gefühlswelt. Da gab es 2017 durchaus das Gefühl, dass wir dabei sind, an einer großen Sache mitzuwirken. Da gab es auf den Konficamps in Wittenberg mehrere tausend Jugendliche, die dort eine tolle Woche erlebt haben. Da haben einige der äußeren Umstände dazu beigetragen, dass auch im Inneren Reformationstag gefeiert wurde.
Wie viel Reformation ist heute noch in unseren Herzen über? Meiner Meinung nach ist ein reformatorisches Herz dauerhaft aktiv. Das wurde besonders während des ersten Shutdowns deutlich. Wir haben nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern haben uns die Frage gestellt, wie wir möglichst gut unsere Gemeinden in Buchholz erreichen können.
Verschiedenste Aktionen sind daraus entstanden, Gottesdienste wurden mit mehreren Pastoren gehalten und per Livestream ins Internet gestellt, Briefe wurden an ältere Gemeindeglieder geschrieben, Gottesdienste am Küchentisch gefeiert, eine digitale Schnitzeljagd für Konfis angeboten und einiges mehr.
Ich weiß nicht, wie viele Menschen am heutigen Reformationstag in die Kirche gekommen wären. Aber die Kirchen in Buchholz haben sich in diesen Zeiten der Krise bewegt und versuchen den reformatorischen Gedanken in die Gegenwart umzusetzen. Wir wollen dicht bei den Menschen sein mit unseren Gedanken, mit den Angeboten, die wir machen, und mit der Botschaft, die sich in all den Jahren nicht verändert hat: Gott ist größer als alles, was wir auf der Erde erleben, und doch ist er ganz persönlich erfahrbar. Das teilen wir in der Gemeinschaft und im Austausch miteinander.
Daran denke ich am heutigen Feiertag. Ob er nun echt ist oder nicht, das liegt an jedem Menschen selbst."

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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