Drittorttreffen fördert Sprache und Kulturdialog
Schüler vom AEG und der IGS in Calais
- Foto: J. Seoudy/ A. Nickel
- hochgeladen von Albert-Einstein-Gymnasium
In der ersten Februarwoche hieß es für 26 Schülerinnen und Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums und der IGS Buchholz: Koffer packen, Wörterbuch einstecken und los geht’s nach Calais. Begleitet von Frau Nickel und Frau Dr. Seoudy wartete dort eine deutsch-französische Drittortbegegnung – also eine Woche voller Sprache, Kultur und jeder Menge neuer Eindrücke.
Einen Tag später reisten auch 26 Jugendliche vom Lycée du Val de Lys aus Estaires bei Lille an. Nach einem typisch französischen Frühstück – Baguette, Croissants und der Erkenntnis, dass Kaffee morgens lebenswichtig ist – starteten die gemeinsamen Tage mit kreativen Tandemaufgaben. In deutsch-französischen Teams erfanden die Schülerinnen und Schüler eigene Figuren, die sie im Laufe der Woche in immer verrücktere Situationen schickten. Sprachpraxis inklusive, Lachanfälle garantiert.
Nachmittags ging es raus in die Stadt: Geschichte, Kultur und frische Seeluft standen auf dem Programm. Ob beim Besuch im Musée des Beaux-Arts de Calais, im riesigen Aquarium Nausicaá Centre National de la Mer oder bei einer Tour durch das mittelalterliche Fort Risban – überall gab es etwas zu entdecken. Besonders staunten viele über den „Dragon de Calais“, eine riesige mechanische Drachenkreatur aus Holz und Stahl, die gemütlich über die Strandpromenade stapft. Nicht gerade das, was man im Französischunterricht erwartet.
Abends wurde es entspannter: Spiele, Gespräche, Spaziergänge am Ärmelkanal – und die ein oder andere Diskussion darüber, welche Sprache nun schwieriger ist. Ein Highlight war der gemeinsame goûter, bei dem Lübecker Marzipan und ausgefallene Haribo-Sorten mit französischem Gebäck um die Wette glänzten. Völkerverständigung geht eben auch durch den Magen.
Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre kreativen Projekte und kürten die originellsten Ideen. Beim Abschied flossen ein paar Tränen, es wurden Nummern ausgetauscht – und alle waren sich einig: Diese Woche war mehr als nur eine Klassenfahrt. Sie brachte neue Wörter, neue Perspektiven und viele neue (deutsch-französische) Freundschaften. Oder, wie der französische Deutschlehrer treffend sagte: „Mit euren Schülerinnen und Schülern ist es eine richtig tolle Erfahrung geworden!“
Melek G. und Pauline K. (Jg. 11)
Leserreporter:Albert-Einstein-Gymnasium aus Buchholz |
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